Wer mit Beschwerden in ein Spital geht, führt mit dem Arzt zuerst ein Anamnesegespräch. In manchen NÖ-Kliniken werden diese über Geräte mit Diktatfunktion automatisch dokumentiert - das ist aber nicht in allen Spitälern möglich. Ausgerechnet das Projekt, das diese Prozesse vereinheitlichen soll, gerät jetzt in die Kritik.
Nach einer europaweiten Ausschreibung und noch vor der Gründung der Landesgesundheitsagentur (LGA) wurde im Herbst 2019 das NÖ Krankenhausinformationssystem (NÖKIS) initiiert. Kritik daran kommt nun ausgerechnet von jenen, die damit arbeiten müssen.
In einem anonymen Brief ärgern sich offenbar Mitarbeiter über dessen „katastrophalen Zustand“. Kritik kommt auch von FPÖ-Chef Udo Landbauer: „Das Bürokratiemonster LGA verschlingt Hunderte Millionen, während die Versorgung der Patienten auf der Strecke bleibt.“ Die FPÖ brachte eine Anfrage im Landtag ein und will „volle Aufklärung“.
Aber auch die LGA ist unzufrieden mit der Entwicklung. Im Zuge des Controllings habe man Fehler und Verzögerungen entdeckt. Die zuständige Firma habe einen Leistungskatalog unterschrieben, auf den man bestehen werde. „Wir wollen ein Programm, das unsere Anforderungen erfüllt. Das sind höchstmögliches Service für Patienten und weniger Zettelwirtschaft für das Personal“, heißt es.






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