Corona-Pandemie

Salzburg will auf Herbst vorbereitet sein

Salzburg
11.05.2022 08:01
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die Corona-Lage im Bundesland hat sich nach katastrophalen Monaten deutlich entspannt. Wie das im Herbst ausschauen wird, ist unklar. Das Land möchte sich auf alle Szenarien vorbereiten.

Aktuell sind im Bundesland Salzburg 2383 Personen (Stand 10. Mai) mit Covid-19 infiziert. Die Lage hat sich in den letzten Wochen entspannt. Wie sich die Pandemie im Laufe des Sommers und Herbst entwickelt, ist aber unklar. Herwig Ostermann, der Geschäftsführer von Gesundheit Österreich stellt vier Szenarien der weiteren Entwicklung auf. 

„Im Idealfall läuft die Pandemie auf längere Sicht aus und gleicht sich anderen Infektionserkrankungen wie etwa der Grippe an. Wenn es günstig läuft, hält die Pandemie noch wie wir sie derzeit mit Omikron erleben, schwächt sich aber längerfristig ab, da die Immunität der Bevölkerung im Zeitverlauf zunimmt. Im ungünstigen Fall hält die Pandemie an und das Virus mutiert weiter mit manchmal Varianten, die zu einem deutlichen Anstieg der schweren Verläufe führen. Im sehr ungünstigen Fall verstärkt sich die Pandemie und es entwickeln sich neue sehr gefährliche Varianten.“

Haslauer: „Wir haben aus Covid gelernt“
Laut Landeshauptmann Haslauer sei es wichtig, genau mit diesen Szenarien zu arbeiten. „Wir haben aus Covid gelernt, mit Unvorhergesehenem zu rechnen. Genau deshalb bereiten wir uns jetzt schon vor, auch darauf, dass das Virus stärker als erwartet zurückkommt.“ Das Aufgabenfeld erweitere sich um regelmäßige Beobachtungen, möglicherweise könne es schon im Sommer Handlungsbedarf geben, sagte Haslauer weiter. 

Das Land möchte, anders als im vergangenen Jahr, auf den Herbst vorbereitet zu sein. So wolle man Entwicklungen frühzeitig erkennen - etwa durch Abwasseranalaysen und abgestufte Maßnahmenbündel von Absonderung bis Lockdown. Auch in den Spitälern soll Vorsorge gewährleistet sein. Auch die Impfkampagne soll fortgeführt werden. In Salzburg haben 64 Prozent aller Bürger ein aktives Impfzertifikat. Damit liegt das Bundesland auf dem vorletzten Platz im Bundesländervergleich und auch unter dem österreichweien Schnitt von 67 Prozent.   

Entscheidungen Ende Juni
Betagte und kranke Menschen erhalten laut Land besonderes Augenemerk. „Der passende Personaleinsatz ist ebenso in Planung wie ein angepasstes Testsystem“, erläutert Peter Schinnerl, Leiter des Covid-Managements. Bis Ende Juni sollen die Entscheidungen fallen, nötige Leistungen würden zeitgerecht ausgeschrieben. Mit dem Wissen und den Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren könne man rechtzeitig die Weichen stellen, „damit Salzburg auf jedes mögliche Szenario im Herbst vorbereitet ist“, sagte Landeshauptmann Haslauer. 

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