Einer Autoschieberbande, die im Verdacht steht, mindestens zehn hochpreisige Fahrzeuge in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark gestohlen zu haben, konnte jetzt zumindest teilweise das Handwerk gelegt werden.
Zehn Autos sollen die international agierenden Verbrecher seit 16. März 2022 in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark gestohlen und in Ost-Staaten verschoben haben. Dabei hatten sie es ausschließlich auf teure Pkw der Marken Audi und Mercedes abgesehen. Beim Diebstahl des 10. Fahrzeuges bemerkte der Geschädigte bei Grieskirchen (OÖ) relativ rasch das Fehlen seines Fahrzeuges und erstatte sofort Anzeige bei der Polizei.
Verdächtige in Tschechien gefasst
Im Rahmen dieser Fahndung, in die auch die tschechische Polizei involviert war, konnten sowohl der gestohlene Pkw als auch ein mögliches Begleitfahrzeug von der Polizei lokalisiert und die Fahrzeuge samt vier polnischer Staatsbürger im Alter von 26, 31, 34 und 37 Jahren angehalten werden.
Zwei der Beschuldigten (26 und 31 Jahre) wurden schon von Tschechien nach Österreich ausgeliefert. Bei den Einvernahmen waren sie zum überwiegenden Teil geständig. Sie wurden in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Wo die anderen Fahrzeuge sind, ist noch unklar. Vermutlich schon verkauft oder zuerlegt.
Funkfrequenz abgefangen und aufgesperrt
Die Diebstähle der Pkw wurden mit sogenannten Frequenzverstärkern durchgeführt. Dabei werden die Signale der im Wohnhaus abgelegten Fahrzeugschlüssel mit elektronischen Geräten aufgenommen, verstärkt. Dadurch können die vor dem Wohnobjekt abgestellten Pkw in Betrieb genommen werden. Die Polizei erinnert, bei sogenannten „Keyless Go“ und „Keyless Entry“-Systemen besonders aufzupassen: „Bewahren Sie die Schlüssel solcher Systeme entweder in großer Entfernung zu den geparkten Fahrzeugen oder in speziellen Etuis für Abschirmung der Signale auf.“
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