24.04.2022 06:00 |

Magisches Interview

Pause fürs Bewusstsein: Tricky Niki hypnotisiert

Der zauberhafte Entertainer Niki Sedlak, besser bekannt unter dem Künstlernamen „Tricky Niki“, über Blitzhypnosen, die Macht der Vorstellungskraft, Gegacker im Publikum und Schlafprobleme.

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„Krone“: Sie haben mich zum Hypnotisieren eingeladen.
Tricky Niki: Ich interessiere mich dafür schon seit 20 Jahren und habe damals schon Seminare besucht. Am meisten fasziniert mich daran, was du mit deinem Unterbewusstsein alles schaffst. Insbesondere die Blitzhypnose, die man aus der Show-Hypnose kennt, damit kann man jemanden quasi zack in eine tiefe Hypnose versetzen.

Bauen Sie das auch in Ihre Zaubershows ein?
Das fände ich schon sehr spannend, das ist aber in Österreich in einer öffentlichen Show verboten.

Warum?
Weil man verhindern will, dass Leute vor Publikum lächerlich gemacht werden. Da gab es leider schon Fälle, wo man Zuschauer unter Hynpnose gackernd über die Bühne laufen ließ.

Das heißt, es bleibt ein reines Hobby für Sie.
Ich habe in der Pandemie eine Hypnose-Coach-Ausbildung gemacht und mache seither viele Raucherentwöhnungen. Da habe ich bis jetzt eine hundertprozentige Quote. Oder ich helfe z.B. bei Prüfungsangst. Auch bei Stress oder Schlafproblemen kann man damit viel bewirken. Hypnose lässt sich ja in sehr vielen Bereichen einsetzen. Man kann sich ja viel einreden und krank reden, und genau so kann man sich gesund denken, und mit Hypnose kann man das wunderbar verstärken.

Sehen Sie Parallelen zur Zauberei?
Nein. (lacht) Es schaut aus wie echte Zauberei, aber es ist kein Trick dabei. Zauberkunst arbeitet mit Tricks, Hypnose ist echt. Da geht es um Vorstellungskraft und Sich-reinfallen-Lassen.

Lässt sich jeder hypnotisieren?
Wie Sie ja gerade selbst gemerkt haben, hat es funktioniert. (lacht) Prinzipiell ist jeder hypnotisierbar, aber man muss sich schon darauf einlassen, sonst geht es nicht. Es ist nichts anderes als eine extreme Entspannung, bei der man das Bewusstsein auf Pause schickt.

Könnten Sie mir auch suggerieren, dass ich z.B. Ihren Geschirrspüler ausräume?
Es gibt nichts, was nicht wirklich geht. (lacht) Aber das Unterbewusstsein ist immer da, um einen zu schützen. Das heißt, Sie würden auch unter Hypnose nichts machen, was Sie nicht auch bewusst machen würden.

Wo sehen Sie sich beruflich in der Zukunft?
Ich bin einer, der gerne Sachen kombiniert, wie Zauberkunst mit Bauchreden. Ich gehöre mittlerweile zu den fünf besten Bauchrednern der Welt. Und dann habe ich noch Stand-up-Comedy dazu genommen. Das macht außer mir keiner. Und vielleicht kommt ja irgendwann Hypnose dazu.

Stefan Weinberger
Stefan Weinberger
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