22.04.2022 09:30 |

Kennzeichnungspflicht?

Fleisch-Herkunft stachelt Schnitzel-Debatte an

Weil das beliebte Wirtshaus-Schweinswiener inklusive kleinem Bier aufgrund der Teuerung Richtung 20 Euro geht, schreien Wirte wie Gäste gleichermaßen vor Schreck auf. In der ganzen Preisdebatte ist natürlich die Herkunft der Ware wichtig. Es gibt riesige Qualitätsunterschiede. Ein Ausweg: die Kennzeichnungspflicht!
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Weil der Wareneinsatz in kürzester Zeit um gut 30 Prozent gestiegen ist, muss man für die Gerichte am Gasthaustisch immer tiefer in die Brieftasche greifen.

Vielerorts im Bundesland werden die Speisekarten mit neuen Preisen ausgestattet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Schweinewiener mit einem kleinen Glas Bier noch in diesem Jahr in Salzburgs Betrieben durchschnittlich 20 Euro kostet.

„Man hat keine Ahnung, woher die Ware kommt“
Markant: Das Speiseöl ist binnen eines Monats um 40, 50 Prozent teurer geworden. Da sind den Wirten die Hände gebunden. Im Großhandel soll die Einkaufsmenge bereits reglementiert worden sein. Wer sich also für ein Jahr zum aktuell gültigen Preis mit Ölen und Fetten eindecken wollte, schaut durch die Finger.

Anders verhält es sich beim Schweinefleisch. Da ist die Bandbreite an Bezugsmöglichkeiten größer. Man kann direkt beim Bauern kaufen, bei kleineren Lieferanten, im (Groß-)Handel. Man kann die Ware auch aus dem Ausland beziehen. Doch genau dieser Spielraum, der einen Graubereich entstehen lässt, stößt so manchem Gastronomen sauer auf. Wenn auf der Karte nur Wiener Schnitzel vom Schwein steht, kann das ein Topprodukt sein. Oder das komplette Gegenteil.

„Die Kennzeichnungspflicht wäre hier die sinnvollste und richtige Methode. Dann können die Leute vergleichen, woher das Fleisch kommt. So wissen die Leute nicht, ob das aus Polen, Deutschland oder einem guten heimischen Betrieb stammt. Ob es 2,99 das Kilo oder 8,99 kostet“, spricht Wolfgang Brugger vom Taxenbacherhof vielen aus der Seele.

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