Auch wenn in den nächsten Tagen der Winter ein „Comeback“ feiert, braucht es nicht mehr lange, bis Biker-Fans in die Saison starten können. Wie bei den Fahrrädern ist durch die Pandemie auch die Nachfrage nach Motorrädern stark gestiegen. Wer sich aber heute eine „Maschine“ kaufen will, braucht viel Geduld.
„Die Zweiräder zählen zu den Gewinnern der Pandemie“, freut sich Gerald Unterberger, Sprecher des Zweiradhandels in der Tiroler Wirtschaftskammer. Durch Corona sei die Nachfrage nach Motorrädern stark gestiegen. „Auch viele Personen, die trotz eines Führerscheins über mehrere Jahre keines mehr besessen haben, kamen wieder auf den Geschmack.“ Das zeigt auch ein Blick auf die Verkaufszahlen.
Wurden im Jahr 2019 in Tirol 2361 Motorräder verkauft, so waren es im ersten Pandemie-Jahr 2802 - um 18,68 Prozent mehr. „Damit liegen wir auch über dem österreichweiten Wert, der sich auf ein Plus von 16,28 Prozent belief“, verdeutlicht Unterberger die Zahlen.
Auch der Zweiradhandel zählt zu den Gewinnern der Pandemie. Die Nachfrage nach Motorrädern ist stark gestiegen. Leider gibt es aber lange Lieferzeiten.
Gerald Unterberger
Wer heute ein Bike kaufen will, muss lange warten
Nicht ganz so stark war der Zuwachs vom ersten auf das zweite Pandemiejahr: Dieser belief sich mit 2952 verkauften Bikes im Jahr 2021 auf 5,35 Prozent. Österreichweit gab es aber nur ein Plus von 0,46 Prozent. Erfreulich auch die Zahlen bei E-Motorrädern. Hier gab es 2021 österreichweit 932 Zulassungen, um 21,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Genaue Zahlen für Tirol liegen aber keine vor.
Freilich kämpft aber auch der Zweiradhandel mit denselben Problemen wie der Auto- oder Fahrradhandel. „Wer heute ein neues Motorrad kaufen will, muss sich mitunter auf ein Jahr Lieferzeit einstellen“, bedauert der Branchensprecher. Es brauche einiges an Glück, um schneller ein Bike zu bekommen.
Künstliche Intelligenz steigert Sicherheit
Sogar wer nur einen neuen Reifen braucht, muss derzeit viel Geduld aufbringen. Nicht anders die Situation am Gebrauchtmarkt. Dieser sei praktisch „leer gefegt“. Damit verbunden seien freilich auch teils satte Preissteigerungen. Wie bei Autos wird auch bei Motorrädern fleißig getüftelt, um diese noch sicherer zu machen.
Hier nennt Unterberger etwa das Kurven-Antiblockiersystem, die schräglagenabhängige Traktionskontrolle, die Laserbeleuchtung mit aktivem Kurvenlicht oder automatische Notrufsysteme und Sensoren, die auch die Schwere des Unfalls an die Einsatzkräfte übermitteln können.








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