In wirtschaftlich stabilen Zeiten sind sie ein faires Instrument: Fixpreise. Doch seit Corona und dem Krieg in der Ukraine sind es derzeit alles andere als stabile Zeiten. Die Sparte Gewerbe und Handwerk in der Tiroler Wirtschaftskammer fordert daher Gleitpreisklauseln. Die Einführung solcher sei die einzige Lösung.
Seit zwei Jahren kämpfen zahlreiche Branchen im Gewerbe und Handwerk mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Pandemie verursachte auf der einen Seite laufende Personalausfälle und Lieferverzögerungen, auf der anderen Seite brachten explodierende Rohstoffpreise so manche Kalkulation an den Rand der Rentabilität.
Ukraine-Krieg dreht Preisspirale nach oben
Alle hofften, dass das Frühjahr endlich Entspannung bringen würde. Doch der Ukraine-Krieg dreht die Preisspirale bei Rohstoffen weiter nach oben, dazu kommen noch massive Steigerungen bei Energie. „Das bedeutet für viele rohstoffbeziehende bzw. -verarbeitende Unternehmen eine existenzbedrohende Situation. Die Rohstoffmärkte sind kaum mehr berechenbar, was auch Fixpreise ad absurdum führt“, sagt dazu Spartenobmann Franz Jirka.
Entlastungsmaßnahmen seitens Politik gefordert
Sein Lösungsvorschlag sind die sogenannten Gleitpreisklauseln für bestimmte Roh- und Baustoffe. Ohne diese würden manche Firmen nicht mehr lange auskommen. Parallel dazu brauche es Entlastungsmaßnahmen von der Politik. Etwa Förderungen für stark belastete Branchen, eine Senkung der Steuerlast und eine Strompreiskompensation.









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