Auf den Barrikaden

390 steirische Belegärzte zwei Wochen im Streik

Steiermark
03.06.2011 16:22
390 steirische Belegärzte - also die in Sanatorien tätigen Mediziner - sind am Freitag in den Streik getreten. Weil sie keinerlei Einfluss auf Tarife und Leistungskonditionen haben, wollen sie dadurch mehr Mitspracherecht erreichen. Zwei Wochen lang wird weder operiert noch untersucht, nur in Ausnahmefällen greift man zum Skalpell. Für 700 Patienten heißt's deshalb nun: "Bitte warten!"

"Keine Berufsgruppe lässt es sich gefallen, dass sie ihre eigenen Angelegenheiten auch im Sinne ihrer Patienten nicht verhandeln darf", so Gerhard Leitinger, Facharzt für Dermatologie und Vorsitzender des Sanatoriumsausschusses.

Konkret fordern die steirischen Mediziner mehr Mitspracherecht bei der Erstellung der jährlichen Leistungskataloge. Schließlich entscheiden aktuell nur Versicherungen und Sanatorien über die Behandlungen und Tarife.

Unverständnis bei privaten Krankenversicherungen
Bei den privaten Krankenversicherungen stößt der Streik auf Unverständnis; sie orten lediglich "finanzielle Hintergründe". Sollten die Fronten also weiter verhärtet bleiben, ist der nächste Protest im Herbst unausweichlich - und dann wird es auch keine Ausnahmen (bei Geburten etc.) mehr geben.

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