
Eines vorweg: Grundsätzlich sind die meisten steirischen Jugendlichen in vielen Bereichen ihres Lebens zufrieden – etwa mit ihren Lehrern. Für „Lebenswelten–St“, so der etwas sperrige Name der Studie, wurden 1800 Teenager zu Themen wie Bildung, Politik und Zukunft befragt.
Was dabei herauskam, bestätigt oft den Status-quo, etwa bei Bildungsfragen: Doppelt so viele junge Frauen (27 Prozent) wie junge Männer (14 Prozent) setzen sich ein Studium als Ziel. Diesen Wert bestimmt vor allem das Elternhaus: Sind Mama oder Papa Akademiker, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder studieren wollen, viermal so hoch.
In der Arbeitswelt streben die heutigen Teenager – wie so viele andere – nach einem sicheren Job. Wie die „Generation Y“, die jetzt in ihren 20ern bis späten 30ern ist, spielt aber auch die berühmte „Work-Life-Balance“ eine große Rolle.
Fast die Hälfte hat Angst vor dem Klimawandel
Die größte Bedrohung für die Jugendlichen sind das Zerbrechen der eigenen Familie, dicht gefolgt von bedrohlichen Folgen des Klimawandels. 49 Prozent der Mädchen und 31 Prozent der Burschen haben davor „große Angst“. Viele fühlen sich deswegen aber ohnmächtig – nur 4 Prozent sagen, dass sie sehr viele oder viele politische Mitbestimmungsmöglichkeiten hätten.
„Die heutige Jugend will harmonische soziale Beziehungen, gute Ausbildung und das Leben genießen“, fasst Studienautorin Renate Straßegger-Einfalt zusammen. Ihr Kollege Martin Auferbauer ergänzt: „Wie gut die Jugendlichen mit den Herausforderungen umgehen können, hängt oft von Faktoren ab, auf die sie keinen Einfluss haben, etwa dem Geschlecht oder vom Status ihrer Familie.“









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