10.03.2022 18:50 |

Viele auf Durchreise

Flüchtlinge füllen die Quartiere allmählich

Auch wenn die meisten Flüchtlinge aus der Ukraine andere Ziel-Destinationen haben, füllen sich die Quartiere in Österreich langsam. Dabei ist zu beachten, dass durchaus an vielen Stellen auch ein rascher Wechsel stattfindet. Das heißt, Menschen aus der Ukraine bleiben nur ein bis zwei Tage in Österreich, bis die Weiterreise etwa nach Italien, Deutschland oder die Schweiz möglich ist.

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Rund 600 aus der Ukraine Geflüchtete werden in Oberösterreich in offiziellen Quartieren versorgt. Aus den acht Notschlafstellen des Landes wurden in der Nacht auf Donnerstag 598 gemeldet. Jedoch würden rund 80 Prozent der Personen nach kurzer Zeit in andere Länder - oder eventuell auch Bundesländer - weiterreisen.

Unterschlupf bei Bekannten und Verwandten
Unbekannt ist, wie viele Ukrainer privat bei Bekannten oder Verwandten Unterschlupf gefunden haben. Bisher wurden auch rund 400 Wohnmöglichkeiten gemeldet, die nun auf ihre Eignung geprüft werden - das Angebot reicht von einzelnen freien Zimmern über leer stehende Häuser bis hin zu ganzen Stockwerken in größeren Gebäuden, die von Privaten oder Firmen vorübergehend unentgeltlich zur Verfügung gestellt würden.

Weniger Flüchtlinge in Vorarlberg
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) spricht von derzeit 300 registrierten Flüchtlingen aus der Ukraine im Burgenland. Am Mittwoch ist der Transport von Ukrainern aus dem Grenzgebiet zur Slowakei ins Burgenland gestartet. Bis Montag sollen 500 Personen geholt werden. Im Vergleich meldet Vorarlberg relativ wenige Flüchtlinge. Aktuell werden insgesamt 158 Personen von der Caritas betreut. Davon wurden 134 Personen in Privatquartieren untergebracht.

3000 Plätze in Tirol
In Tirol wurden, laut Informationen der APA, bisher 450 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert. Davon seien 100 bereits wieder weitergereist. 350 sind aktuell bei der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) gemeldet worden. Insgesamt sollen bis zu 3000 Plätze zur Verfügung stehen, laut Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Ähnlich, wie in Tirol wurden 350 ukrainische Flüchtlinge in Kärnten gemeldet, teilte Gerd Kurath vom Landespressedienst mit. Privat Untergebrachte sind hier nicht mitgezählt. 

500 Flüchtlinge in der Steiermark
Nur einen Annäherungswert gibt es vorerst aus Niederösterreich. Dort werden mehr als 500 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine versorgt, hieß es am Donnerstag auf Anfrage aus dem Büro von Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ).

In der Steiermark sind bisher geschätzt 700 bis 800 Flüchtlinge aus der Ukraine untergekommen und werden versorgt, allerdings überwiegend von Privaten, weil es die entsprechende Verordnung des Bundes noch nicht gibt. Um den Überblick zu behalten, soll eine Registrierungsstelle am Gelände der Grazer Messe kommende Woche eröffnet werden. 

Keine exakten Zahlen in Wien 
Im Krisenstab in Wien betont man, dass die exakte Zahl der ankommenden Flüchtlinge derzeit nicht genau erhoben werden kann - so lange die Betroffenen nicht in die Grundversorgung aufgenommen wurden. Hin zu kommt, dass Personen, die privat untergekommen seien, oft nirgends registriert werden.

Daten gibt es aus den kurzfristig initiierten Anlaufstellen: Im Wiener Ankunftszentrum, das in einer Sporthalle in der Leopoldstadt eingerichtet wurde, wurden bisher etwa 7.300 Ukrainer betreut, wie eine Sprecherin des Krisenstabs der APA am Donnerstag berichtete. In Betrieb ist unterdessen auch das Beratungszentrum im Austria Center, das für Menschen gedacht ist, die auch in Wien bzw. Österreich bleiben möchten. Dort können derzeit knapp 1.500 Personen täglich empfangen werden. Aufgestockt wurden auch die Notschlafstellen. 1.600 stehen davon aktuell Menschen aus der Ukraine zur Verfügung.

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