Mi, 19. September 2018

Kapitän schlief

19.05.2011 21:10

Fährboot auf Donau von Schweizer Schiff gerammt

Leise und sanft hat das Fährboot des Wiener Angestellten Hannes Wiesbauer auf der Donau geschaukelt – doch jetzt steckt der stolze Kahn zersplittert im Anlagehaus. Mitten in der Nacht krachte ein Schiff in das kleinere Wasserfahrzeug bei Orth an der Donau in Niederösterreich. Der Unfallverursacher beging "Fahrerflucht", konnte aber rasch ausgeforscht werden. Der Kapitän des Schweizer Passagierschiffs dürfte kurz eingenickt sein.

"Er muss bergauf gefahren sein", sagt Fährmann Hannes Wiesbauer. Für Landratten: "Bergauf" steht für flussaufwärts. Jedenfalls ist sein Boot, das bei Orth an der Donau Radfahrer und Wanderer über den großen Strom bringt, jetzt zertrümmert. Mehr noch: Der Fährkahn steckt mitten im Bootshaus, das ebenfalls schwer beschädigt wurde. Und zwar irgendwann im Dunkel der Nacht auf Mittwoch.

Der Schaden ist laut Kapitän Wiesbauer gewaltig. Nach ersten Schätzungen dürfte es sich - ohne Bergungskosten - um rund 100.000 Euro handeln. Die Reparaturarbeiten würden "Monate" in Anspruch nehmen.

Reederei wird für Schaden aufkommen
Nachdem der Unfallverursacher zunächst weitergefahren war, wurde er dann doch rasch ausgeforscht. Noch am Mittwoch hätte sich die Reederei des Schiffes gemeldet und sich entschuldigt, sagte der Fährmann. Es sei versprochen worden, dass die Versicherung den Schaden abdecken werde.

Nach der Zwangspause am Mittwoch - 100 Fahrgäste mussten weggeschickt werden - konnte der Fährbetrieb zwischen Orth und Haslau aber am Donnerstagnachmittag wieder aufgenommen werden. "Ich habe von einem Kollegen in Wien ein Ersatzboot für die nächsten vier Wochen gemietet", erklärte Wiesbauer.

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