04.02.2022 15:01 |

Nach frühem Abgang

„Mehrfach geimpfter“ Ex-Spital-Chef wurde geehrt

Nur wenige Monate nachdem Karlheiz Tschelliessnigg sein Amt als Chef der Krankenanstaltengesellschaft KAGes auf Druck der Politik zurückgelegt hatte, weil er nicht gegen Corona geimpft war, wurde er nun von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark geehrt. Er beteuerte, dass er mittlerweile „mehrfach geimpft“ sei.

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Sein Abgang als Chef der steirischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes war werder leise noch unumstritten: Weil er medial verkündet hatte, dass er noch nicht gegen Corona geimpft sei, kam Karlheinz Tscheliessnig ins Kreuzfeuer der Politik und legte sein Amt im November des Vorjahres zurück.

„Jahrelanges Engagement“
Nun wurde ihm für sein „jahrelanges Engagement für die Gesundheitsversorung in der Steiermark und seinen unermüdlichen Einsatz als Vorstand der Steirischen Krankenanstaltengesellschaft“ von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern verliehen.

In seiner Laudatio betonte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Karlheinz Tscheliessnigg war einer der letzten Chirurgen, der mehrere Fächer der Chirurgie in deren gesamter Breite abdecken konnte. Seine Zugangsweise auch in schwierigen Fällen der Notfall-Herzchirurgie und seine Fürsorge für die jungen Kolleginnen und Kollegen haben mehrere Generationen von Chirurgen angeleitet und geprägt. Ob als supplierender Rektor der Medizinischen Universität Graz oder zuletzt als Vorstand der Steirischen Krankenanstaltengesellschaft, in allen seinen Funktionen hat es Karlheinz Tscheliessnigg verstanden, seine umfangreichen Kenntnisse mit Engagement und Akribie in den Dienst der jeweiligen Sache zu stellen. Auch wenn wir hinsichtlich der Corona-Schutzimpfung nicht immer dieselbe Meinung vertraten, ist er ein hervorragender Arzt, der in seinem jahrelangen Wirken vieles für und in der steirischen Gesundheitsvorsorge erreicht hat.“

„Rouladenherz“ als große Leistung
Tscheliessnigg war der erste Abteilungsleiter der klinischen Abteilung für Transplantationschirurgie, bevor er Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie in Graz wurde. Er baute nicht nur das Transplantationswesen an der Grazer Klinik auf, sondern führte auch erstmalig im deutsch­ sprachigen Raum die dynamische Cardiomyo­plastie, das sogenannte „Rouladenherz“, durch, eine Alternative zur Herztransplantation bei einer schweren Herzschwäche. Nach der ersten Grazer Kunstherztransplantation führte Karlheinz Tscheliessnigg die weltweit erste Ventrikel­ Synchronisation durch. Dabei handelt es sich um einen speziellen Herzschrittmacher zur Behandlung des chronischen Herzversagens.

Bei der Verleihung der Auszeichnung betonte er, dass er mittlerweile „mehrfach geimpft“ sei.

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