Per Gemeindebeschluss

Bürgermeister wehrt sich gegen Agro-Fotovoltaik

Die Flut an Fotovoltaikflächen auf Ackerland dürfte größer sein als bisher angenommen. Zahlreiche Ansuchen liegen bereits in den Amtsstuben der Gemeinden auf und warten auf eine entsprechende Widmung. In Vösendorf, Bezirk Mödling, schob Ortschef Hannes Koza dieser Entwicklung einen Riegel vor – ein Vorbild!
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Die Telefone in der „Krone“-Redaktion stehen nicht still. Immer mehr besorgte Leser vermelden großflächige Fotovoltaik-Projekte im Land, bei denen bald Dutzende Hektar Ackerland unter dem Schatten von Solar-Paneelen verschwinden sollen. Doch diese Entwicklung kann eben auch leicht gestoppt werden. Dabei braucht es aber auch den Mut und die Zivilcourage der jeweiligen Bürgermeister – egal, welcher Couleur.

Ackerflächen werden verteidigt
Ein Vorbild ist dabei die Gemeinde Vösendorf. Seit jeher ist die „Shopping-City-Ortschaft“ von starker Verbauung betroffen, doch die letzten freien Ackerflächen werden nun auch hartnäckig gegen die Ökostrom-Lobby verteidigt: „Wir haben bereits vergangenen Sommer einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss verabschiedet. Wir wollen Fotovoltaik auf den Dächern und nicht auf fruchtbarem Boden. Unsere Äcker sollen eben unsere Mägen und nicht unsere Handy-Akkus füllen“, erklärt ÖVP-Ortschef Hannes Koza mit Nachdruck.

Die Zahlen in seinem Gemeindegebiet sprechen jedenfalls Bände: Dachflächen, Parkplätze und der ungenutzte Platz von Böschungen und Schallschutzwänden haben mit insgesamt 65 Hektar Fläche ein großes Potenzial für die Energiewende – ohne Verlust von Ackerland.

Josef Poyer
Josef Poyer
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