13.01.2022 17:00 |

Die meisten im Spital

7520 Kinder erblickten 2020 Licht der Welt Tirols

Das Licht der Welt erblickt haben im Jahr 2020 in Tirol 7520 Babys, wie die jüngst veröffentlichte Publikation des Landes zur Demografie aufzeigt. Im Vergleich zum Jahr 2019 sank die Zahl der Neugeborenen somit um drei Babys. Da 6788 Personen verstorben sind, betrug die Geburtenbilanz, die aus der Differenz zwischen Geburten und Todesfällen errechnet wird, somit 732 Personen...

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Dies entspricht einem Minus von satten 43,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Angesichts dessen mag es seltsam anmuten, aber: Ausgehend vom Bevölkerungsstand mit 757.634 Personen ergibt sich ein der Geburtenbilanz zugeordnetes relatives Wachstum von 0,1 Prozent. „Im Bundesländervergleich weist Tirol damit nach Vorarlberg und Salzburg die dritthöchste Geburtenbilanz in Relation zur Wohnbevölkerung auf“, schlüsseln die Experten auf.

Bei Kaiserschnitten liegt Tirol auf dem dritten Platz
Und wie kamen Tirols Babys zur Welt? Hier zeigt die Statistik ein interessantes Detail: Von den 7520 Tiroler Säuglingen wurden 2535 bzw. 34,1 Prozent mittels Kaiserschnitt entbunden. Damit lag die Rate deutlich über jener von ganz Österreich, die sich auf 30,1 Prozent belief. Im Bundesländervergleich liegt Tirol auf dem dritten Platz hinter der Steiermark (34,9%) und dem Burgenland (34,2%). Spannend ist auch ein Vergleich mit der Vergangenheit (siehe Grafik).

Gab es im Jahr 1995 noch 80,4 Prozent Spontangeburten, so waren es 2020 – also 25 Jahre später – nur mehr 57,2 Prozent.

Zangengeburt und Manualhilfe ausgestorben
Mit Kaiserschnitt kamen lediglich 14,3 Prozent der Tiroler, die dieses Jahr ihren 27. Geburtstag feiern, zur Welt. Gestiegen ist aber nicht nur der Anteil der Geburten mit Kaiserschnitt, sondern auch jener mit der Saugglocke. Auf diese Art kamen Mitte der 90er-Jahre 4,2 Prozent der Babys zur Welt. 2020 waren es mit 8,7 Prozent mehr als doppelt so viele.

Ausgestorben ist mittlerweile die Zangengeburt sowie die Manualhilfe (Geburt des Kindes aus der Beckenenendlage, Anm.), die im Jahr 1995 noch 0,3 bzw. 0,8 Prozent der Babys erlebt haben.

Tiroler Mütter waren 2020 bei der Geburt im Schnitt 30 Jahre alt
Im Durchschnitt waren 2020 Tirols Mütter bei der Geburt ihres Kindes genau 30 Jahre alt. Deutlich jünger waren die Mütter noch 1984, nämlich 24,3 Jahre. Sehr interessant auch: 1961 waren Mütter bei der Geburt ihrer Sprösslinge 28,7 Jahre alt. Bis 1984 sank dieser Wert. Danach stieg er nahezu kontinuierlich wieder an. Die Experten erklären sich das so: „Im Schnitt bekamen Frauen 1984 im Laufe ihres Lebens bereits wesentlich weniger Kinder (1,61) als 1961, wo es noch 3,24 waren, und damit auch seltener ein zweites oder drittes Kind, das sie naturgemäß in einem höheren Alter hätten gebären müssen als ihr erstes Kind.“

2020 brachten die Mütter in Tirol durchschnittlich 1,61 Kinder im Laufe des Lebens zur Welt. Übrigens: Von den 7520 Kindern, die geboren wurden, hatten 6263 eine österreichische Staatsbürgerschaft, 1257 hingegen eine nichtösterreichische.

84,8 Prozent der Tiroler Babys kamen nach 38 Wochen zur Welt
Im Median erblickten die im Jahr 2020 geborenen Babys nach einer 39,6 Wochen dauernden Schwangerschaft das Licht der Welt. Die meisten Säuglinge, nämlich 84,8 Prozent, wurden entweder nach Vollendung der 38. Woche oder später entbunden. 7,9 Prozent der Säuglinge hatten es eiliger. Sie kamen noch vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Die Buben wogen im Median bei der Geburt 3370 Gramm und waren 51 Zentimeter groß.

Etwas weniger wogen die Mädchen. Sie brachten 3225 Gramm auf die Waage. Mit einer Körpergröße von 50 Zentimeter waren sie nur minimal kleiner als die Buben. 111 Mütter brachten Zwillinge zur Welt. Zudem gab es eine Drillingsgeburt.

Im Krankenhaus fanden die meisten Geburten statt
Die überwiegende Mehrheit der Babys kam 2020 in Krankenhäusern zur Welt. 97,6 Prozent waren es. 37 Kinder bzw. 0,5 Prozent erblickten entweder in einer Hebammenpraxis oder in einem Geburtshaus das Licht der Welt. Interessant: Von 2001 bis 2013 wurden in Tirol keine Geburten in Hebammenpraxen oder Geburtshäusern verzeichnet. Erst seit 2014 steigt dieser Anteil.

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern hat Tirol den zweithöchsten Anteil an Geburten in Hebammenpraxen oder Geburtshäusern. Auf Platz eins liegt hier Wien.

Elias und Sophia die beliebtesten Namen für Kinder im Jahr 2020
Wie soll unser Kind heißen? Das ist wohl eine der ersten Fragen, die sich werdende Eltern stellen. Die Statistik des Landes hat auch erfasst, welches die häufigsten Buben- und Mädchennamen im Jahr 2020 waren. Die „Krone“ listet jeweils die „Top Ten“ auf (in Klammer die Häufigkeit):

„Top Ten“ Bubennamen

  • Elias (106)
  • Jakob (94)
  • Felix (86)
  • David (81)
  • Leo (80)
  • Maximilian (74)
  • Paul (70)
  • Matteo (62)
  • Leon (61)
  • Lukas (60)

„Top Ten“ Mädchennamen

  • Sophia (98)
  • Hannah (91)
  • Anna (88)
  • Marie (75)
  • Emma (73)
  • Lena (60)
  • Laura (59)
  • Lea (59)
  • Lina (57)
  • Emilia (53)
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