Mo, 20. August 2018

12 Monate bedingt

28.04.2011 16:52

Betrug scheiterte an dilettantischen Unterschriften

Rund 50.000 Euro wollte ein Türke in Tirol mit gefälschten Überweisungen ergaunern, um seine Schulden zu bezahlen. Doch die Unterschriften waren derart dilettantisch ausgeführt, dass die Bankbeamten kein Geld überwiesen. Vor der Strafe schützte es ihn dennoch nicht: bedingte Haft und 720 Euro unbedingt.

Restlos zerknirscht saß der im Stubai lebende, nicht vorbestrafte Türke (32) vor einem Innsbrucker Schöffensenat unter Richter Bruno Angerer. Nur nach und nach zeigte er sich geständig, versucht zu haben, mittels mehrerer gefälschter Überweisungen etwa 50.000 Euro zu ergaunern, um damit seine Schulden zu begleichen.

Die Methode will er von einem ominösen Wiener gelernt haben: Überweisungen, die Bankkunden bereits unterschrieben und eingeworfen hatten, wurden aus den Boxen im Geldinstitut herausgefischt. Mit den dabei gewonnenen Daten fertigte er neue Überweisungen an, mit denen Geld auf Konten transferiert wurden, auf die der Türke Zugriff hatte.

Bankbeamte wurden misstrauisch
Das ging allerdings gründlich schief, denn die Bankbeamten wurden angesichts der Unterschriften misstrauisch und ließen den Mann so auffliegen. Wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilte ihn der Senat zu einer bedingten Haft von zwölf Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 720 Euro, die sofort angenommen wurde.

Tiroler Krone

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