01.01.2022 18:30 |

Betrug im Netz

Teurer Ärger mit falscher Katze aus dem Internet

Ob die kleine Britisch-Kurzhaar-Katze „Jerry“ überhaupt existierte? 2000 Euro überwies ein Paar für die Katze aus dem Internet auf Konten in Litauen. Die bestellte „Jerry“ kam jedoch niemals an. Zwei Salzburger fanden ihr Katzenglück schließlich doch: „Kinia“ ist bei ihnen mittlerweile eingezogen.

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Katze „Jerry“ war nicht im bestellten Sack. Ein 50-jähriger Lungauer und seine Lebensgefährtin wurden im Mai über eine Internet-Annonce auf das Katzenbaby aus Toulouse in Frankreich aufmerksam. Die Britisch-Kurzhaar-Katze, mit Stammbaum und Impf-Zertifikat, sollte sie in Summe rund 2000 Euro kosten. Geld, das sie Betrügern überwiesen.

„Ich habe mit dem Verkäufer E-Mails hin- und her geschrieben und gleich die erste Rate überwiesen“, erklärt der Mann, der anonym bleiben möchte. Der Lungauer zahlte schließlich vier Teilzahlungen auf ein Konto in Litauen ein. Über Wochen passierte nichts. Von „Jerry“ keine Spur. Nach einem neuerlichen Schreiben, dass noch einmal Geld für Futter und Unterbringung zu überweisen sei, wurden der Mann und seine Partnerin dann stutzig.

Kein Glück mit „Jerry“ - dafür nun mit „Kinia“
Am 10. Dezember reichte es den Lungauern, sie gingen zur Polizei. „Wir waren geduldig. haben uns die ganze Zeit gefreut. Schließlich war die Hoffnung aber weg“, so der 50-Jährige. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf, überprüfte Zusammenhänge zu anderen Tierbetrügereien im Internet. Die Anzeige lautet jedoch auf unbekannt. Die Namen des Verkäufers und der Züchterin aus dem Netz waren nicht echt, ebenso wenig „Jerry“.

Beim Internetkauf von Tieren ist strenge Vorsicht geboten. Der Online-Verkauf ist in Österreich sogar teilweise verboten. Die Rassekatzen Britisch-Kurzhaar kosten für gewöhnlich zwischen 600 und 1000 Euro.

Für die Lungauer gab es dennoch ein glückliches Ende. Maine-Coon-Katze „Kinia“ lebt seit wenigen Wochen bei ihnen. Sie stammt von einer eingetragenen Züchterin aus Polen.

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