Kartnig-Prozess

“Im Fußball gibt es Leute, die ihr Geld in Löcher werfen”

Steiermark
27.04.2011 14:53
Die Osterferien sind vorbei, das gilt auch für Hannes Kartnig und die sieben Mitbeschuldigten, die am Mittwoch wieder auf der Anklagebank des Grazer Strafgerichts Platz nehmen mussten. Diesmal im Zeugenstand: ein Landesbeamter.

"Im Fußball gibt es Menschen mit einem sonderbaren Verhältnis zum Geld. Leute, die ihr Geld in tiefe Löcher hineinwerfen." Der als Zeuge geladene Landesbeamte konnte zu solchen Erkenntnissen zum heimischen Fußball im Lauf des Jahres 2006 gelangen. Er war mit der Konzeption der Kredithaftung des Landes Steiermark zugunsten von Sturm Graz betraut.

Nie zu einer Vereinbarung gekommen
Grundtenor bleibt, dass das Land Sturm die Haftung nur nach einer vorherigen Prüfung der Bücher zugesagt habe. Der unabhängige Prüfer hätte auch eine positive Prognose abgeben müssen. Zu einer Vereinbarung ist es ja nie gekommen, aber selbst aus der Zeit nach den Hausdurchsuchungen bei Hannes Kartnig gab es noch Regierungs- und Landtagsbeschlüsse in Richtung einer Kredithaftung.

Dass man den Fußballverein erhalten wollte, das war klar. Der Beamte: "Sturm besteht ja nicht aus elf Leuten, die am Feld herumlaufen, sondern das ist ein großer Apparat mit gesellschaftlicher Bedeutung."

von Martin Gasser, "Steirerkrone"

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