Bischof im Interview

In Krisenzeiten hat Brauchtum hohen Stellenwert

Durch die Corona-Pandemie hat sich vieles verändert. Auch zu Weihnachten. Die Welt sei in ihrer Verletzlichkeit sichtbar geworden. Für den St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz hat sich in Bezug auf die Kirche eine virtuelle Frömmigkeit entwickelt. Gleichsam sind neue Traditionen und Bräuche entstanden.
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Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch ein Fest der Traditionen. Besonders in Krisenzeiten besinnen sich die Menschen auf Altbekanntes. Viele der lieb gewonnenen Bräuche werden seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Etwa der gemeinsame Gang zur Christmette, aber auch Turmblasen und Weihrauchgehen sind nicht in Vergessenheit geraten. Warum sind Bräuche wichtig?


„Weihnachten ist ein Tag mit hoher emotionaler Aufladung“, erklärt Bischof Alois Schwarz im Gespräch mit der „Krone“. Beliebtes Brauchtum ist die Weihnachtskrippe. „Die Tradition geht auf Franz von Assisi zurück. Mittlerweile gibt es eine lange Tradition an Krippenvereinen, ob orientalisch oder aus dem hohen Norden“, weiß Schwarz. Ein Detail, das hier oft vergessen wird: „Das Jesuskind wird erst am 24. Dezember hineingelegt. Die Leute können es heute oft nicht mehr erwarten“, schmunzelt er im Hinblick auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit.

Und wie verbringt der Bischof selbst den Heiligen Abend? „Ich werde mit meinen Geschwistern telefonieren“, so Schwarz. Sein Wunsch ans Christkind: „Dass die Menschen wissen, dass es einen gibt, der sie liebt!“ Ein coronabedingt neuer Brauch ist im St. Pöltner Stadtteil Ratzersdorf entstanden. Statt des traditionellen Herbergssuchens wurden heuer wieder stimmungsvolle Adventfenster in den Häusern gestaltet.

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