Suche beginnt erneut

Körper von Paul nahm Stammzellenspende nicht an

Es schien alles gut! Im Juni dieses Jahres fand der kleine leukämiekranke Paul (3) aus St. Ulrich bei Steyr in Oberösterreich einen passenden Stammzellenspender. Doch kurz vor Weihnachten die Hiobsbotschaft: Sein Körper hat die Spende nicht angenommen, die Suche beginnt von vorne.

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Die Erleichterung als im Juni ein passender Spender für Paul gefunden wurde war groß, doch jetzt steht man wieder am Beginn des Weges. Auch Jasmin (24), die Cousine von Paul, war an Leukämie erkrankt, hatte drei Monate vor Paul ihren genetischen Zwilling gefunden. Die Familie war glücklich, das Blatt schien sich endlich zum Guten zu wenden, es gab Hoffnung.

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Der Stammzellenspender von Paul hat zwar gepasst, er hatte aber einen Rückfall.

Andreas Wassner vom Verein "Geben für Leben"

Doch jetzt, kurz vor Weihnachten die Hiobsbotschaft: „Der Stammzellenspender von Paul hat zwar gepasst, er hatte aber einen Rückfall. Sein Körper hat die Spende doch nicht angenommen“, schildert Andreas Wassner vom Verein „Geben für Leben“. „Das ist auch der Grund, warum man erst nach zwei Jahren die Identität seines Spenders erfahren darf. Innerhalb von zwei Jahren kann es nämlich immer zu einem Rückfall kommen“, erklärt Wassner weiter. Für den dreijährigen Paul geht jetzt alles von vorne los: Ein neuer Spender wird gesucht.

„30.000 Typisierungen in einem Jahr“
Im Dezember 2020 gab’s im Heimatort der beiden eine große Typisierungsaktion, mehr als 1000 Freiwillige kamen, wollten helfen. Doch man muss nicht zwingend zu einer solchen Aktion gehen, auch für zu Hause kann sich jeder, der sich als möglicher Stammzellenspender registrieren lassen möchte, ein Testkit bestellen.

In Frage kommen gesunde Menschen, die zwischen 17 und 45 Jahre alt sind und mindestens 50 Kilo wiegen. Nähere Infos dazu gibt’s unter www.gebenfuerleben.at. Auch über finanzielle Unterstützung würde sich der Verein freuen: „Wir haben heuer 30.000 Testkits gebraucht, eines kostet 40 Euro. Darum sind wir für jeden Cent dankbar“, so Wassner.

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