01.12.2021 19:00 |

Corona & Job

Lockdown bremst positiven Trend am Arbeitsmarkt

Vorarlbergs AMS-Chef Bereuter hofft auf rasche Öffnungsschritte, denn der Lockdown beendete vorerst den positiven Trend

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Es sind Zahlen, die zu jedem Monatsersten mit Spannung erwartet werden, jene der Arbeitslosenstatistik. Diese sind derzeit besonders relevant, zeigen sich darin doch die Auswirkungen des neuerlichen Lockdowns auf den Arbeitsmarkt. Wenig überraschend sind diese Folgen allesamt negativ: Der Chef des Vorarlberger Arbeitsmarktservice (AMS), Bernhard Bereuter, erklärte am Mittwoch, dass die positiven Arbeitsmarktentwicklungen der vergangenen Monate durch den Lockdown gebremst worden seien.

So waren Ende November 10.491 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar um 26,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, aber immer noch um 100 Personen mehr als im November des Vorkrisenjahres 2019. Klar ist, dass besonders viele Arbeitnehmer in Tourismus und Gastronomie vom Lockdown getroffen wurden. Deswegen verwundert es auch nicht, dass die deutliche Mehrheit, nämlich genau 67,3 Prozent, für die kommenden Wochen bereits eine Einstellungszusage in der Tasche hat.

Offener Brief an Regierungen
Die Betriebe warten nur noch auf den Startschuss, der hoffentlich am 13. Dezember ertönt. Bereits jetzt sind viele Hoteliers äußerst verstimmt und fürchten, dass sowohl Gäste als auch Mitarbeiter in die Schweiz abwandern könnten. Vor allem dann natürlich, wenn am 13. Dezember nichts aus den Aufsperr-Plänen wird. Diese Befürchtungen haben 34 Hoteliers am Arlberg kürzlich in einem Offenen Brief an die Bundes- und Landesregierung formuliert: „Bereits jetzt sind zahlreiche Gäste verunsichert und stornieren vorsichtshalber ihren geplanten Winterurlaub, um auf andere Länder auszuweichen. Treue Stammgäste buchen heute bereits auf die Schweiz um.“ Die Forderung Richtung Wien ist eindeutig: Öffnen - auch wenn es dafür zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen brauche.

Es gibt aber auch positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt. So ging die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurück, nämlich um 10,5 Prozent. Eine Entwicklung, die Bereuter „besonders erfreulich und erwähnenswert“ nennt.

Der Lockdown hat sich wenig überraschend auch im Bereich Kurzarbeit bemerkbar gemacht: Seit 22. November wurden 291 neue Anträge eingereicht, insgesamt sind derzeit 2780 Beschäftigte in Kurzarbeit. Für Bereuter ist jeder solche Antrag ein Schritt in die richtige Richtung, nämlich in Richtung Joberhalt.

 Vorarlberg-Krone
Vorarlberg-Krone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 23. Jänner 2022
Wetter Symbol
Vorarlberg Wetter
-3° / 2°
wolkig
-5° / 3°
wolkenlos
-2° / 5°
heiter
-4° / 4°
wolkenlos
(Bild: Krone KREATIV)