„Rigorose Strafen“

Ostliga-Skandal: „Verbrechen an Spielern und Fans“

Der Wettbetrugs-Sumpf hat Österreichs Fußball wieder eingeholt. Zumindest zehn Regionalliga-Spiele unter Manipulationsverdacht (krone.at berichtete). Es gab bereits Verhaftungen, Betroffene fordern „rigorose Strafen“. Von einem „Verbrechen an Spielern und Fans“ ist die Rede.

Mir ist zum Weinen und Erbrechen!„ Daniel Toth, langjähriger Kapitän der Admira und jetzt Regisseur beim Fußball-Ostligaklub Neusiedl, traf die Nachricht, dass zwei seiner Klubkollegen wegen mutmaßlichem Wettbetrug in U-Haft sitzen, mitten ins Gesicht.

„Unfassbar traurig“
So wie den gesamten österreichischen Fußball. Insgesamt sollen zumindest zehn Spiele der Regionalliga Ost unter Manipulationsverdacht stehen, gleich sieben Spieler von Neusiedl, Marchfeld und dem Wiener Sportclub verhört und zum Teil inhaftiert worden sein. Als Drahtzieher gilt der ebenfalls verhaftete Vater eines der Neusiedl-Spieler. Für Toth ein Wahnsinn: „Unfassbar traurig, ein Verbrechen an Spielern und Fans - mir tun auch die betroffenen Vereine leid, die unschuldig in ein schiefes Licht geraten. Ich hoffe, dass alles lückenlos aufgeklärt wird und die Strafen rigoros ausfallen werden.“

Imageschaden enorm
Sieht auch Herbert Wesely vom niederösterreichischen Verband, der aktuell für die Durchführung der Regionalliga Ost zuständig ist, so: „Sollte es eine Minderheit darauf abzielen, Fair Play in den Dreck zu ziehen, werden diese entsprechend zur Rechenschaft gezogen.“ Marchfelds Sportdirektor Ernst Baumeister ärgert der Imageschaden: „Wir haben eine gute Liga mit guten Spielern und guten Klubs - und plötzlich gerät sie wegen ein paar Idioten in Verruf.“

Während es bei Liga-Rivale Mauerwerk zwar offiziell keine Auffälligkeiten gab, sich aber Boss Mustafa Elnimr meldete: „Ich hatte anscheinend drei Spieler dabei, die in unsaubere Praktiken involviert waren, habe sie schon im Oktober aussortiert, nachdem wir nach Führungen extrem oft verloren!“

Wolfgang Haenlein
Wolfgang Haenlein
Hannes Steiner
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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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