Statt 85 wollen sogar 92 Prozent der Steirer Geschenke kaufen, sieben Packerl statt sechs sollen geschnürt und 310 Euro im Schnitt ausgeben werden: Diese Umfrage-Prognosen klangen für den steirischen Handel zunächst wie Weihnachtsglocken in den Ohren. Dann kam der Drittel-Lockdown, und nun ist wieder alles offen... Gekauft werden die Geschenke heuer übrigens früher.
Nun ist die Zeit, in der der steirische Handel traditionell seine Prognosen für das Weihnachtsgeschäft veröffentlicht. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Befragung von Steirern: Ein Fünftel wollte zunächst auf jeden Fall mehr bei regionalen Anbietern einkaufen und heimische Geschäftsleute unterstützen. 92 Prozent wollten Christkind spielen - dafür aber im Schnitt mit 310 Euro um 40 weniger ausgeben als im Vorjahr.
Umsatzeinbußen bis zu 50 Prozent befürchtet
„Das allein ergäbe schon ein Minus von fünf Millionen im Vergleich zu einem ,normalen‘ Jahr, in dem 200 Millionen Euro ausgegeben werden“, sagt Spartenobmann Gerhard Wohlmuth. Aber: Nachdem die Zahlen erhoben worden waren, kam der Lockdown für ungeimpfte Steirer.
Wohlmuth: „Damit könnten Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent in gewissen Branchen einhergehen. Denn das trifft nicht nur Ungeimpfte, sondern damit sind auch viele Geimpfte verunsichert und bleiben daheim.“ Das zweite Weihnachten in der Krise, „heuer ergeben sich noch mehr Unbekannte“.
Trend zum späten Einkauf ist vorbei
Fix ist, dass der Trend zum späten Einkauf, wie er sich in den letzten Jahren manifestiert hat, vorbei ist: Nach dem Motto „Was man hat, hat man“ kaufen die Kunden heuer früher.
Und: Die steirischen Geschäfte wollen den Online-Abfluss von Geldern abschwächen und rüsten ebenfalls im Netz auf. Ein Viertel verfügt schon über Online-Shops; was nicht so viel klingt, aber weit über dem Österreichschnitt liegt. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Steirer im Schnitt 7 Packerln schnüren, am beliebtesten sind Gutscheine (51 Prozent), dann kommen Spielwaren (37), Kosmetik (28), Bekleidung (27).
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