12.11.2021 07:00 |

Projekte ausgezeichnet

Steiermark ist komplett auf dem Holzweg

„Holz ist genial“ - in der Steiermark mehr als ein Werbeslogan. Der Baustoff ist immerhin größter Arbeitgeber des Landes, wirkt positiv auf unsere Gesundheit und schont das Klima. Im waldreichsten Bundesland Österreichs hat man das längst erkannt, was Holz kann und setzt vermehrt auf diesen Rohstoff. Beim „Holzbaupreis“ in Graz Donnerstagabend wurden Vorzeigeprojekte ausgezeichnet.

Alle vier Minuten wächst ein Holzhaus in der Steiermark nach – oder zumindest das Material für einen solchen Bau. Im Schnitt werden damit 40 Tonnen CO2 verhindert. Lange Transportwege fallen weg, die Herstellung braucht wenig Energie. Viele Argumente, die den Zeitgeist treffen, sprechen für das Bauen mit Holz. Das zeige laut Pro-Holz-Geschäftsführerin Doris Stiksl auch der Trend: „Immer mehr Kindergärten und Schulen werden in Holz ausgeschrieben oder gebaut. Auch die Hotellerie nutzt vermehrt die vergleichsweise schnelle Bauweise, vereinzelt auch Gewerbebauten, wie Supermärkte. Da ist aber noch viel Luft nach oben.“ Die Wohnbaugruppe ENW sei da bereits Vorreiter. Andere Bauträger und Unternehmen hätten teilweise noch Aufholbedarf.

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Holzbauten kosten zwar anfangs oft bis zu zehn Prozent mehr. Durch die erforderliche gute Planung kommt es aber nicht zu Kosten im Nachhinein, so wie bei anderen Bauweisen.

Doris Stiksl, Geschäftsführerin Pro Holz Steiermark

„Umso wichtiger ist der Holzbaupreis. Er holt Leuchtturmprojekte vor den Vorhang und zeigt, wie vielseitig einsetzbar Holz ist“, betont Stiksl. Gestern Abend wurden unter 180 Einreichungen zehn Bauten von einer Fachjury ausgezeichnet und ein Publikums- sowie ein Anerkennungspreis vergeben. Highlights waren unter anderem das „Reininghaus Quartier 7“ in Graz (Kategorie „Mehrgeschossiger Wohnbau“) oder der „Legero United Campus“ (Kategorie „Gewerbebauten“), in Feldkirchen.

So wie auch diese Gebäude sind auch andere Holzbauten nicht nur klimafreundlich, sondern kurbeln auch die steirischen Wirtschaft an: „Die Wertschöpfungskette betrifft sehr viele Firmen. Bäume müssen gefällt, transportiert und verarbeitet werden. Dann erst kommt das Bauen.“ 55.000 Menschen arbeiten in etwa 5800 Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft. Und mit über 60 Prozent Waldfläche ist unser Bundesland das waldreichste, jährlich kommen 800 Fußballfelder Wald hinzu.

Christina Koppelhuber
Christina Koppelhuber
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