07.11.2021 16:24 |

Ungewöhnliches Ritual

Indische Dorfbewohner wälzen sich in Kuhmist

Im indischen Dorf Gumatapura, 180 Kilometer südlich der Millionenstadt Bangalore, gibt es zum Ende des Lichterfests Diwali einen ganz besonderen Brauch: Die Bewohner schmieren sich dann mit Kuhmist ein, wälzen sich darin und bewerfen sich gegenseitig damit. Von dem Ritual versprechen sie sich Gesundheit.

„Jedes Jahr werden Berge von Kuhdung hierhergebracht, und wir spielen dann damit. Wir kennen ja das Coronavirus und andere Viren. Wir glauben daran, dass wir keine Infektionen bekommen werden, wenn wir uns mit Kuhdung einreiben“, sagt einer der Teilnehmer an dem Spektakel.

„Wenn jemand krank ist, wird er davon geheilt, egal, welche Krankheit er hat. Die Leute kommen aus weit entfernten Städten, um von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Bis heute gab es keine negativen Auswirkungen von dem Wälzen im Kuhmist“, erklärt ein anderer.

In Indien sind Kühe für die hinduistische Bevölkerungsmehrheit nicht nur heilig, sie gelten auch als therapeutisch wertvoll. Ihr Milch, der Kuh-Urin und Kuhmist gelten laut traditioneller indischer Ayurveda-Medizin als heilend.

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