Politik unter Druck

Sparpaket der Regierung mit Nachwehen

Steiermark
29.03.2011 10:16
So, das Sparpaket liegt vorerst am Tisch, die erste Protestwelle - immerhin 10.000 Menschen sind in Graz auf die Straße gegangen - ist d’rübergerollt. Und jetzt?...

Also, Wucht und Masse der Demonstration haben die Regierung schon ein bisserl verunsichert. Nicht umsonst ist da und dort schon wieder von "Schrauben lockern, dafür anderswo fester anziehen" die Rede!

Vor allem die Roten im Land haben noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Das tun sie übrigens engagiert. Landeshauptmann und Landesräte sind derzeit ständig auf Achse, schwärmen in die Bezirke aus und versuchen (das eigene) Klientel von den Spar-Notwendigkeiten zu überzeugen.

Schadenssumme stark reduziert
Aber es gibt in Sachen Finanzen auch Positives: Der Kreditschutzverband von 1870 hat seine Insolvenz-Statistik für Quartal Nummer 1 beisammen. Und die schaut für die Steiermark gut aus. Zwar ist die Zahl der Konkurse (131) marginal angestiegen, die Schadenssumme hat sich dafür extrem reduziert. Von 231 Millionen im ersten Quartal 2010 auf jetzt 58 Millionen. Parallel dazu haben sich auch die betroffenen Arbeitnehmer stark reduziert. Von 1.274 auf nunmehr 890!

Die summenmäßig größten Konkurse registrierte der KSV bei der Grazer Anwältin Hella Ranner (Passiva jetzt 7,1 Millionen Euro), der Hartberger Baufirma Singer (6,1 Millionen) und der Peiniger GesmbH (Oberflächenschutz) mit 2,8 Millionen. Bei den Privatkonkursen dagegen schaut’s nach wie vor mehr als dramatisch aus. Insgesamt 182 Verfahren (plus 17 Prozent) und eine Explosion beim Schuldenstand um gleich 40 Prozent auf 28 Millionen Euro.

"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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