17.10.2021 10:30 |

Neuauflage am Sonntag

Sturm: Als Gazibegovic die Wikinger kentern ließ

Sturm gegen Ried! Wenn die Grazer Schwarz-Weißen am Sonntag (17) in der Tabelle der Fußball-Bundesliga den Abstand auf Leader Salzburg etwas verringern möchten, braucht‘s einen Heimsieg gegen die Wikinger. Würde auch eine breitere Brust vor dem Europa-League-Hit am kommenden Donnerstag gegen Sociedad bedeuten. Eine breite Brust hat Jusuf Gazibegovic - er hatte ja beim letzten Duell in Liebenau Ried im Visier.

Auf dem Papier muss es am Sonntag glatt laufen für den SK Sturm: Die letzten fünf Spiele gegen Ried gewann man - das gelang zuletzt in der großen Zeit zwischen 1997 bis 1999. Gegen Ried ist man zudem seit 14 Heimspielen unbesiegt. Coach Ilzer hat ohnehin noch eine weiße Weste, verlor weder als Sturm- noch als Hartberg-Trainer gegen die Rieder.

Dass man das Statistik-Papier aber meistens gleich wieder wegschmeißen kann, weiß man bei Sturm. Jusuf Gazibegovic im Speziellen. Denn erst sein Freistoß-Hammer - in der allerletzten Aktion - im letzten Heim-Duell mit den Wikingern brachte den Dreier ins Trockene. „Ich krieg noch immer Gänsehaut - seither hab ich aber keinen Freistoß mehr geschossen“, grinst der bosnische Teamspieler. „Wir haben ja einen Jantscher im Kader. Aber irgendwann darf ich sicher wieder einmal ran!“

Ob’s wieder diesmal gegen Ried soweit sein kann, ist eher ungewiss. Nach den Länderspiel-Strapazen mit Bosnien mitsamt Visum-Problemen in Kasachstan dürfte „Gazi“ wenn von der Bank kommend Gas geben, dürfte Ilzer Lukas Jäger in der Defensive den Vortritt lassen. Für den 21-jährigen Gazibegovic wohl egal. Nach einem Kreuzbandriss vor zwei Jahren muss sich der Rechtsverteidiger zwischendurch ohnehin kratzen, wie schnell er den Weg zurück in die Spur fand, seinen Marktwert auf 1,5 Millionen erhöhte, mit Sturm durch die Europa League jettet und mit Spielern wie Edin Dzeko im A-Team spielen darf. „Ich bin ein Typ, der nichts negativ sieht. Durch meine Verletzung bin ich muskulär stärker geworden - und damit ein besserer Fußballer.“

Großen Hit ausblenden
Gegen Ried braucht’s am Sonntag jene Mentalität wie beim Freistoß-Sieg in der 95. Minute im Februar. Der Europa-League-Hit am Donnerstag daheim gegen Real Sociedad darf keine Rolle spielen. „Diese Mentalität, nie und nimmer aufzugeben, ist bei uns allen drinnen“, ist sich Gazibegovic sicher. Vielleicht muss man diesmal aber nicht wieder bis zur 95. Minute warten.

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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