NÖ-Besuch in Hamburg

Ein „Moin, moin“ für die heimische Mobilitätswende

Bei seinem dreitägigen Lokalaugenschein in der deutschen Metropole Hamburg sammelte Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko spannende Eindrücke und viel Fachwissen in Sachen klimafitte Mobilitätswende. Fazit: Vieles ist heutzutage zwar möglich, aber es wird für Flächenländer nicht unbedingt einfach.
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Für die Hansestadt Hamburg, Deutschlands zweitgrößte Stadt mit 1,9 Millionen Einwohnern, ist die Mobilitätswende ein wichtiges Thema. Der lückenlose Ausbau von verschiedensten Alternativen zum Auto dauert aber wohl noch viele Jahre. So will die rot-grüne Stadtverwaltung den Anteil der Wege, die mittels öffentlichem Verkehrsmittel, Shuttle-Diensten privater Anbieter wie der Volkswagen-Tochter Moia, mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden, von rund 65% bis 2030 auf satte 80 Prozent erhöhen. Zig Milliarden Euro kosten dabei der Ausbau von Schnell- sowie U-Bahn-Netz und der geplanten Radschnellwege.

Angebot für das Radfahren
Diese Routen mit mehr als 300 Kilometer Länge wurden unter Einbeziehung von mehreren deutschen Bundesländern, Dutzenden Gemeinden und Tausenden Bürgern geplant und mittlerweile schon finanztechnisch abgesegnet. Im Gegensatz zu Österreich dürfen auf diesen Radwegen dann aber beispielsweise auch Landmaschinen unterwegs sein. Das bestehende Feldwegenetz kann somit teilweise sogar adaptiert und mit einbezogen werden. Ziel sei dabei aber nicht, dass jeder Pendler jeden Tag mit dem Rad fahren muss, sondern, dass das Angebot einfach zum Radeln verleite, sagen die Verantwortlichen.

Fünf Minuten
All das soll dann aber schlussendlich auch zum so genannten Hamburg-Takt beitragen, einem Projekt, das es jedem Bürger ermöglichen soll, binnen fünf Minuten ein Verkehrsmittel zu erreichen, das ihn mit schnellem Takt auch weitertransportiert.

Stadt und Land Hand in Hand
Während in Norddeutschlands Hamburg intensiv mit dem Umland kooperiert, um die Verkehrslage besser auszugestalten, ist hierzulande oft der politische Krampf zwischen Wien und Niederösterreich erkennbar. ÖVP-Landesrat Ludwig Schleritzko konnte aber trotzdem viel von seiner dreitägigen Reise mitnehmen: „Wichtiges Thema bleibt der Ausbau von Infrastruktur. Als Flächenbundesland brauchen wir aber einen Mix an Mobilität, das Auto wird in vielen Regionen sicher nicht völlig wegzudenken sein.“ Vor allem das Thema E-Busse ist auch hierzulande im Kommen. Beim Schweinbarther Kreuz, der Region zwischen Mistelbach und Gänserndorf, sind ab 2022 zehn elektrisch-betriebene Linienbusse unterwegs.

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