16.10.2021 12:00 |

Mehr Rostschäden

Kritik an aggressivem Salzzusatz im Winterdienst

Vor Winterbeginn schlägt der ÖAMTC Alarm: Die Experten haben vermehrt durch Salzstreuung verursachte Rostschäden an Fahrzeugen festgestellt. Sie führen dies auf einen aggressiven Zusatzstoff im Salz zurück, den die Asfinag verwende. Die Asfinag weist dies zurück. Der Stoff würde nicht mehr eingesetzt.
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Über Nacht angerostete Bremsen, Bremsprüfstände, die wegen Rost früher als üblich ausgetauscht werden müssen und sogar durchgerostete Achsen: All dies führt Erwin Lettner, Leiter des ÖAMTC-Stützpunkts in Innsbruck, auf Kalziumchlorid zurück, das die Asfinag dem „üblichen“ Streusalz zumische.

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Wir müssen die Bremsprüfstände inzwischen öfters nach Rostschäden austauschen als früher.

Erwin Lettner

Ein Spenglermeister, der namentlich nicht genannt werden möchte, bläst ins selbe Horn: „Bremsen haben zum Teil nur noch die halbe Lebensdauer.“ Er hat ebenfalls den aggressiven Zusatzstoff als Verursacher ausgemacht.

Achsen brechen
Stützpunktleiter Lettner ist vor allem über gebrochene Achsteile bestürzt. „Die halten normalerweise länger als das Auto selbst“, schüttelt er den Kopf. Aber auch die Bremsprüfstände des ÖAMTC würden unter dem Salz der Fahrzeuge leiden. „Wir müssen sie inzwischen öfters nach Rostschäden austauschen als früher“, sagt Lettner.

„Kalziumchlorid haben wir bei ganz tiefen Temperaturen verwendet, sind inzwischen jedoch Schritt für Schritt davon abgekommen“, entgegnet Klaus Gspan, Leiter der Autobahnmeistereien in Tirol und Vorarlberg. Mittlerweile setze man flächendeckend auf Feuchtsalzstreuung. Dabei wird Trockensalz mit wassergelöstem Streusalz vermengt. Dies wirke bis ungefähr minus 20 Grad. „Das Rostthema sollte daher in Zukunft nicht mehr aktuell werden.“

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