Elektro im Trend

Wien: 6000 verletzte Radler alleine im Vorjahr

Der E-Bike-Trend ist auch in Wien weiterhin voll auf der Spur. Experten raten aber dazu, vor dem Kauf einen Kurs zu absolvieren!

Besonders in der Pandemie haben viele Wiener das Radfahren wieder für sich oder auch neu entdeckt! „Radfahren ist gesund und gerade in Zeiten der Klimakrise sehr zu begrüßen, es muss jedoch noch viel getan werden, um die Radinfrastruktur möglichst sicher zu gestalten und dem Boom gerecht zu werden“, betonte Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Nachsatz: „ Denn gemessen am Unfallrisiko ist Radfahren hierzulande sogar risikoreicher als Motorradfahren und auch deutlich gefährlicher als Autofahren!“

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Radfahren hierzulande ist risikoreicher als Motorradfahren und auch deutlich gefährlicher als Autofahren.

KFV-Experte Klaus Robatsch

20 tote E-Bike-Fahrer in Österreich
Das belegen auch die Zahlen der Unfall- und Verletztenstatistik. So mussten im Vorjahr in der Bundeshauptstadt rund 6000 Menschen nach Rad-Unfällen in den verschiedenen Spitälern behandelt werden. Österreichweit kamen im Vorjahr sogar 40 Radler bei Unfällen ums Leben, davon 20 E-Bike-Fahrer. „In Wien gab es 2018 zuletzt drei tote Radfahrer“, berichtete Robatsch - doch auch in der Bundeshauptstadt nimmt der Trend mit E-Bikes weiterhin Fahrt auf.

Während in ganz Österreich jeder dritte Unfalllenker auf einem E-Bike älter als 65 Jahre ist, waren in Wien nur acht Prozent aller verunfallten E-Biker über 65. „Trotzdem gilt, vor dem Kauf, einen E-Bike-Kurs zu absolvieren“, rät Robatsch.

Matthias Lassnig
Matthias Lassnig
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Dienstag, 26. Oktober 2021
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