13.10.2021 15:45 |

Steirische Bilanz

Heizungstausch: Rekord-Nachfrage nach Förderungen

Die Folgen des Klimawandels werden in der Steiermark immer spürbarer. Um dem entgegenzuwirken, hat Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner am Beginn des Jahres die Mittel für den Heizungstausch und die zugehörige Energieberatung deutlich aufgestockt. Die Bilanz bis September 2021 zeigt: Im Vergleich zu 2020 gibt es mit einem Plus von 54 Prozent einen starken Anstieg an Förderanträgen.

„Wenn wir die Steiermark lebenswert erhalten wollen, müssen wir weg von fossilen Energieträgern“, meint Ursula Lackner und ergänzt: „Die aktuellen Zahlen zeigen: Unsere Bemühungen wirken.“

Konkret heißt das für den Zeitraum von Jänner bis Ende September 2021: 3899 Förderungsanträge für den Heizungstausch wurden gestellt (ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020), 2859 Förderungen im Volumen von 6,73 Millionen Euro wurden abgewickelt und zur Auszahlung freigegeben (Steigerung von 30 Prozent), weitere 560 Förderungsfälle sind in Bearbeitung und stehen vor der Auszahlung.

Beratungsangebot als Schlüssel zum Erfolg
Vom Förderprozess bis hin zur Beratung, welche Heizung in Frage kommt: Bei Fragen und Unklarheiten stehen die Energieberaterinnen und -berater in den Regionen unterstützend zur Seite. Für Lackner, auf deren Antrag die Mittel für die Energieberatung kürzlich um weitere 500.000 Euro erhöht wurden, ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Noch mehr als 100.000 Ölheizungen in der Steiermark
2020 wurden immer noch rund 106.000 Ölheizungen sowie rund 62.000 Gasheizungen in der Steiermark betrieben. Gefördert wird beim Tausch von fossilen Heizungssystemen, Allesbrennern und Stromheizungen auf automatisch beschickte Pellets- oder Hackschnitzelkessel. Da werden bis zu 3700 Euro seitens des Landes zugeschossen.

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Das Klimathema ist in der Steiermark angekommen! Beleg dafür ist auch das im Juli veröffentlichte Klimabarometer, demnach das Klimathema höchste Priorität hat.

Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark

Für Scheitholz- und Kombikessel sind es bis zu 2300 Euro und für Wärmepumpen bis zu 3600 Euro. Eine Förderung von bis zu 1400 Euro ist beim Umstieg auf Nah- oder Fernwärme möglich. Wer eine solarthermische Anlage oder wasserbasierende Hybridanlagen errichtet, kann größenabhängig bis zu 7000 Euro an Förderungen erhalten.

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