12.10.2021 08:00 |

Benjamin Schmidhofer

Tiroler „Kasanova“ mit mobiler Käserei auf Tour

Seine Freunde und Kunden nennen ihn schlicht und einfach den „Kasanova“. Unter diesem Namen betreibt der Tiroler Benjamin Schmidhofer seit Mai dieses Jahres eine mobile Käserei. Innerhalb von vier Stunden verarbeitet er damit 600 Liter Milch zu leckerem Käse.

„Ich habe mir mit der Gründung der mobilen Käserei einen Kindheitstraum erfüllt“, sagt der „Kasanova“ im Gespräch mit der „Tiroler Krone“. Derzeit ist er damit für acht Bauern jede Woche im Einsatz. Die restliche Zeit benötigt Schmidhofer für die eigene Käse-Produktion und die Auslieferung an seine Kunden.

Und wie genau funktioniert diese innovative Geschäftsform? „Mit viel Kopfzerbrechen und Tüftelei von Thomas Gruber vom Metallbau Gruber, Georg Gföller von den GG Installationen und mir selbst ist es uns schlussendlich gelungen, auf kleinstem Raum eine Käserei in einen Container zu bauen“, erzählt der „Kasanova“.

600 Liter in vier Stunden
Betrieben wird die mobile Käserei, die sich in einem Lkw befindet, mit einer Pelletheizung sowie einer Fotovoltaik-Anlage mit Lithiumbatterie. „Ich kann mir den Strom also komplett selber erzeugen“, verdeutlicht Schmidhofer. Der weitere Ablauf sieht wie folgt aus: Mit dem Lkw fährt der „Kasanova“ direkt zum Bauer. „In insgesamt vier Stunden verarbeite ich bis zu 600 Liter Milch in Bergkäse oder verschiedene Sorten Schnittkäse. Die frisch produzierten Käselaibe fahren anschließend wieder mit mir in den Käsekeller und kommen in das Salzbad. Nach zwei Tagen wird der Käse nach Belieben bei mir gereift und der Kunde bekommt das fertige Endprodukt.“

Anfrage sogar aus Wien
Wie der Jungunternehmer sagt, können sich landwirtschaftliche Familien so ein zweites Standbein aufbauen: „Und auch Gastronomen mit Landwirtschaft haben die Möglichkeit, ihr eigenes Produkt zu servieren.“ Das Interesse an seiner mobilen Käserei steige ständig, freut sich der Tiroler. „Sogar in Wien wäre ich auf einem Hof willkommen.“

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In insgesamt vier Stunden verarbeite ich bis zu 600 Liter Milch in Bergkäse oder verschiedene Sorten Schnittkäse.

Benjamin Schmidhofer

Dass der Tiroler genügend Expertise in der Verarbeitung hat, beweist sein jüngster Erfolg bei der internationalen Käseolympiade in Galtür, die am 25. September über die Bühne ging. Dort zeichnete die Jury die Sorten des „Kasanova“ gleich zweimal mit Gold sowie je einmal mit Silber und Bronze aus.

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