08.10.2021 22:44 |

„Macht nichts“

„Dancing Stars“: Margarethe Tiesel hat ausgetanzt

In Runde drei der ORF-Show „Dancing Stars“ war für Margarethe Tiesel und ihren Tänzer Michael Kaufmann Schluss. Sie mussten am Ende der Show nach dem Publikumsvoting die Show verlassen. „Es macht mir überhaupt nichts aus. Ich hatte zwei Hüftoperationen. Es war das schönste Geschenk, dass ich dabei sein konnte“, erklärte die Schauspielerin gefasst. Sie war vermutlich auch ein wenig erleichtert, Juror Balázs Ekker zu entkommen. Der hatte nach ihrem Auftritt gemeint, sie degradiere Tanzen zu einer „billigen, erotischen Schiene“.

Mit einem Slowfox zu „I Was Made for Loving You“ (Version v. Maria Mena) hatten Margarethe Tiesel und Michael Kaufmann versucht, die Jury und das Publikum zu überzeugen.

„Billige, erotische Schiene“
Was bei Balázs Ekker nicht gelang. Er war besonders streng und lehnte das Laszive in ihrem Tanz ab. „Im Verhältnis zur letzten Woche ist mehr Tanzen zu sehen gewesen“, erklärte er. „Aber eins müssen Sie mir versprechen, dass sie aufhören, das Tanzen auf diese billige, erotische Schiene zu degradieren.“ Tanzen sei viel mehr. „Lernen Sie das!“

Maria Santner war sanfter und sagte der Schauspielerin, die letztendlich die Show verlassen musste: „Man sieht, dass du das Tanzen ernst nimmst und nicht irgendwie rumwurstelst.“ 

Karina Sarkissova kommentierte: „Ich verstehe nicht, warum Balázs das Wort billig gesagt hat. Sexy war es auch nicht.“ Sie fand die Schauspielerin aber „elegant“, es sei von Herzen getanzt gewesen. „Definitiv eine Verbesserung und Sympathiepunkte gibt es viele für Sie.“ Die Jurywertung ergab 13 Punkte, was sich als zu wenig herausstellte, um weiterzukommen. 

„Ich bin nicht sehr traurig, denn wenn ein Glas nur halb gefüllt ist, sehe ich es immer halb voll, und nicht halb leer. Deswegen bin ich glücklich und zufrieden, dass ich es überhaupt so weit geschafft habe. Und ich habe mit dem Michi einen Freund dazugewonnen“, so Tiesel. 

Der neue John Travolta
Als erstes Paar des Abends hatten sich Schauspieler Faris Rahoma und Kati Kallus aufs Tanzparkett gewagt. Zu „You Never Can Tell“ (Chuck Berry) zeigten sie den Jive, den sie in der letzten Woche erarbeitet haben. Rahoma orientierte sich an seinem großen Vorbild John Travolta. So wie er möchte er bald tanzen können. 

Die Jury, allen voran Karina Sarkissova, zeigte sich mit der Leistung zufrieden. „Also, was für ein Anfang für die dritte Show“, lobte Karina Sarkissova. „Das hat wirklich eine tolle Stimmung gebracht. Sie haben alle mitgenommen und eine gute Laune für die Sendung vorgelegt.“

„Für mich hat die schauspielerische die tänzerische Leistung übertroffen“, sagte Balázs Ekker. Er hätte sich mehr Jive gewünscht. Maria Santner erklärte: „Ein fulminanter Start in diese Sendung. Aber: Ich hätte mir von deiner Hüfte mehr erwartet.“ Von der Jury gab es 20 Punkte. 

„Sinnliche Bewegungen“
Billard-Ass Jasmin Ouschan und Florian Gschaider tanzten Rumba zu „Can’t Wait Until Tonight“ (Max Mutzke).

Maria Santner freute sich nach der Performance: „Ich glaube, da ist wer gefühlsmäßig bei ,Dancing Stars‘ angekommen. Sehr schön.“ Ouschan habe „sehr schöne, sinnliche, weibliche Bewegungen“ gemacht. Dies ist auch ihrer Kollegin Karina  Sarkissova aufgefallen, die erklärte: „Visuell weiß man gar nicht, wer da Profi oder Promi ist. Das ist schon sehr organisch. Sie haben auch den perfekten Körper und das Aussehen.“ Doch Sarkissova hatte auch Kritik und meinte, den ganzen Saal könne Ouschan aber noch nicht mitnehmen. Daran müsse sie noch arbeiten.

Auch Ekker wünscht sich noch mehr Emotion im Ausdruck: „Ich glaube, du bist eine anständige, sehr intelligente Frau, die auch Gefühle hat.“ Diese zeige sie aber noch nicht. Ein kleines „Lichterl“ habe er aber schon gesehen. Die drei Juroren vergaben für die Leistung 21 Punkte.

„Volle Leidenschaft“
Karina Sarkissovas Liebling Boris Bukowski tanzte mit Julia Burghardt Wiener Walzer zum Titelsong von „Fifty Shades of Grey“ „I Put a Spell on You“ (Version v. Annie Lennox). 

Juror Ekker zeigte sich dieses Mal gnädig:  „Sie haben letzte Woche vom Publikum eine Chance gekriegt und Julia hat sehr hart daran gearbeitet, dass die Performance besser wird als letzte Woche. Die Spannung, die du im Körper hattest, reicht für drei Männer und Boris, du hast es geschafft, uns ein anderes Gesicht zu zeigen, gratuliere.“

Der Sänger, der gerne der neue Fred Astaire von Stammersdorf wäre, wurde auch von Maria Santner gelobt: „Ich bin sehr, sehr stolz auf dich, Boris.“ Man spüre, er tanze mit voller Leidenschaft. „Das ist der Punkt, dass man die volle Leidenschaft rauslässt.“ 

Sarkissova schwärmte wie schon in den ersten Sendungen: „Fortschritte sind wirklich da. Dass ich schwer verliebt bin, wissen sie auch schon und Sie waren heute extrem sexy. Dieses Outfit, oh mein Gott. Sie sind ein echter Gentleman.“ Die Jury vergab 13 Punkte. 

„Level sehr hoch“
Samba zu „All Night Long (All Night)“ (Lionel Richie) tanzten Moderatorin Nina Kraft und Stefan Herzog. Kraft trat im pinkfarbenen Kleid auf. Auch Moderatorin Karina Sarkissova trug ein Kleid in Pink, was Kraft zu der Feststellung brachte: „Wir sehen aus wie aus ,Barbies Dreamhouse‘ ausgebrochen.“

Ekker ließ sich vom Pink nicht irritieren und erklärte: „Tatsache ist, dass technisch viele Fehler vorhanden sind.“ Es lahme und er empfahl, die Knie mehr zu beugen. „Deine Beinarbeit ist steif“, so der Ungar. Was er sich wünscht: „Überzeuge uns, dass du nicht nur Spaß, sondern auch Qualität bringen kannst“. Maria Santner sah das anders. Sie fand viel Positives und Qualität: „Erstens, es war extrem viel Bewegung im Oberkörper, das ist extrem schwer.“ Grundsätzlich war das „vom Level her sehr hoch“. 

„Es war so viel Leidenschaft dabei. Ich finde, dass sie auf jeden Fall sehr großen Fortschritt gemacht haben, das ist jedenfalls ihr Tanz“, befand Karina Sarkissova, die auch beobachtet hatte: „Tolle Figuren, tolle Heber, fast Spagat, Respekt, ich gratuliere“. Die Jury stattete das Paar mit 20 Punkten aus.

„Null auf hundert“
Otto Konrad, der seit Showbeginn schon sechs Kilo abgenommen hat, und Lenka Pohoralek zeigten einen Slowfox zu „Auseinandergehen ist schwer“ (Wanda).

Der Fußballstar fühlte sich dieses Mal „wesentlich besser“ beim Tanzen. Das sah auch die Jury so. Ballerina Sarkissova meinte: „Letzte Woche habe ich gedacht, dass Sie uns verlassen werden, aber Lenka rettet Sie immer wieder. Progress auf jeden Fall sichtbar. Sie haben sich an den Ballroom gewöhnt.“ Es sei „null auf  hundert Unterschied“.

„Wir sind auch mit wenig zufrieden. Und dieses Wenige habe ich heute wieder gekriegt, deshalb bin ich zufrieden“, erklärte Tanzlehrer Ekker. Er hofft, dass die Zeit bleibt, „noch andere Dimensionen“ zu zeigen. Santner lobte: „Du warst ein richtiger Gentleman auf der Tanzfläche.“ Auch sie habe definitiv eine Steigerung gesehen. „Es ist besser, man startet tief und geht dann hoch hinaus.“ Mit 14 Punkten der Jury ging das Paar ins Publikumsvoting.

„Richtige Richtung“
Romantisch wurde es bei Kristina Inhof und Dimitar Stefanin. Sie tanzten einen Langsamen Walzer zu „What The World Needs Now is Love“ (Jackie DeShannon).

Inhof hatte sich bei den Proben für den Tanz am Oberschenkel blaue Flecken zugezogen. Die Anstrengung habe sich aber „auf jeden Fall ausgezahlt“, fand Santner und empfahl: „Richtig dranbleiben und nicht aufgeben.“ Sie freue sich auf mehr. Auch Ekker erklärte, „auf Kristina freue ich mich immer wieder“. Später schickte er noch nach: „Bitte enttäusche mich nicht, ich glaub an dich!“

„Auf jeden Fall arbeiten Sie in die richtige Richtung“, fand Sarkissova, „auf jeden Fall habe ich Emotionen gesehen, aber die waren nur im Gesicht, im Körper, in der Seele fehlt das noch. Alles muss mitreden. Ansonsten, Gratulation.“ Die Jury bewertete mit 20 Punkten.

Disziplin zahlt sich aus
Cha-Cha-Cha zu „Smooth“ (Santana) versuchten Bernhard Kohl und Vesela Dimova zu zeigen. Sogar sexy Blicke hatte der Ex-Radprofi für diesen Auftritt geübt. 

Maria Santner war durchaus zufrieden mit dem Auftritt und fand: „In diesem Cha-Cha-Cha war viel Cha-Cha-Cha drinnen. Der Walk war sehr gut getanzt und ich habe Hüftbewegungen gesehen.“ Sarkissova war weniger begeistert: „Sie sind immer außer Takt gewesen“, schimpfte sie Kohl. Sie habe vor Kurzem eine Kindervorstellung gesehen und „da haben sehr viele Kinder besseres als Sie gezeigt“. Er sei im Vergleich geradezu komatös.

Balasz Ekker gab sich diplomatisch: „Ich kann dir nur eines raten, Disziplin hat sich jetzt immer ausgezahlt.“ Als Sportler könne Kohl das. „Ich trau dir das zu, probier’s“, motivierte er ihn noch. Mit 15 Punkten der Jury war Kohl auch wieder voll im Rennen. 

„Jive am Punkt“
Als letztes Tanzpaar des Abends erlebte das Publikum Caroline Athanasiadis und Danilo Campisi mit einem Jive zu „Bad Guy“ (Billie Eilish).

Karina Sarkissova war begeistert: „Natürlich ein voller Genuss, Sie anzuschauen.“ Man merke die Musical-Ausbildung der Kabarettistin. „Da hat man es schon ein bisschen leichter, wenn man sich mit der Bühne auskennt.“

„Ich glaube viele vorm Fernseher haben die Frage gestellt, nach zwei gelungenen Sendungen, gelingt es ihr, das wieder zu toppen? Wenn ich ehrlich sein muss: heute ist das noch nicht gelungen“, kommentierte Balázs Ekker den Auftritt.

Maria Santner erklärte: „Der Jive war echt am Punkt. Choreografisch war das auf einem hohen Level ... Es geht nicht besser.“ Die Jury vergab an die beiden mit 25 Punkte die höchste Punkteanzahl des Abends. 

Überraschendes Aus von Niko Niko
In der zweiten „Dancing Stars“-Show am 1. Oktober hatten der Designer Niko Niko und die Profitänzerin Manuela Stöckl als erstes Paar den ORF-Tanzevent verlassen müssen, obwohl die Juroren fix mit einem Weiterkommen gerechnet hatten. Besonders Karina Sarkissova war nach der Sendung ungläubig, dass es ausgerechnet den Designer getroffen hat. 

Niko Niko sagte nach der Entscheidung: „Es war wunderschön - und Manuela und ich waren ‚wow‘“, fasste er seine Erfahrung zusammen. „Ich habe mehr als 100 Prozent gegeben und ich bin stolz, dass ich ein Teil dieser Show war.“

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