„Everthing was forvever, until it was no more – Alles war für immer, bis es nicht mehr war“, so lautet eine Studie des im Jahre 1960 in Leningrad geborenen und heute in Berkeley beschäftigten Anthropologieprofessors Alexei Yurchack über die letzte sowjetische Generation. Dieser für das IFFI entlehnte Titel verweist auf die Widersprüchlichkeit der Sowjetunion und zugleich auf das alltäglich Paradoxe in unser aller Gegenwart.
1991, das Ende des „russischen Bären“
Ende 1991 unterzeichneten die Präsidenten von Russland, Belarus und der Ukraine das Abkommen von Minsk und besiegelten damit die Auflösung der Sowjetunion. Für ihre Bewohner bedeutete dies eine Öffnung zum Westen, aber auch Grenzen, wo zuvor keine waren. Nationale „Eigenheiten“ waren zuvor in einem gewissen Ausmaß toleriert.
Panorama von Filmen aus der Sowjetzeit
Darauf verweist auch Stalins Diktum von einer Kunst, die sozialistisch im Inhalt und national in der Form sein sollte. Die Retrospektive ist aus der Idee entstanden, die Widersprüche nicht zu glätten, sondern diese ganz im Gegenteil sichtbar zu machen, auf ein einheitliches Narrativ zu verzichten und Perspektiven aus der Peripherie zu betonen. So wird ein vielschichtiges Panorama von Filmen aus der Sowjetzeit und Filme, die auf die Sowjetunion reflektierend zurückblicken, präsentiert. Es ist eine Zusammenstellung aus Kurz-, Lang-, Dokumentar-, Spiel- sowie auch Experimentalfilmen. Hierbei treffen gewollt unterschiedliche Zugänge und visuelle Konzepte aufeinander. Hubert Berger Das komplette IFFI-Programm gibt es unter: www.iffi.at
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