09.09.2021 05:44 |

Quartier im Lorenzihof

Bürger in Sorge: „Es sind zu viele Flüchtlinge!“

Noch im September sollen, wie berichtet, 80 minderjährige Asylwerber im Lorenzihof in St. Egyden aufgenommen werden. Bisher waren dort Grenzsoldaten untergebracht. Die müssen ihren Stützpunkt jedoch heute verlassen und weichen in einen Gasthof in Velden aus. Anrainer zeigen sich dennoch sehr besorgt

„Es ist unverständlich, dass in einem Ort mit 350 Bewohnern und kaum einer Infrastruktur 80 Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Es sind zu viele“, zeigen sich die mehr als 200 Mitglieder der Bürgerinitiative „Gemeinsam für St. Egyden“ besorgt: „Wir wollen die Unterbringung der Asylwerber nicht verhindern, aber das Innenministerium soll sie zumindest auf mehrere Orte aufteilen. Damit wäre uns schon sehr geholfen. Denn wir alle haben keine guten Erinnerungen an das Jahr 2015.“

Kritik an Behörde
Damals habe die Behörde nämlich kläglich versagt: „Vieles ist schiefgelaufen. Es waren außerdem fast doppelt so viele Asylanten bei uns untergebracht, als vereinbart war!“

Zitat Icon

Die Anzahl an Migranten darf nicht – wie im Flüchtlingsjahr 2015 – aufgestockt werden. Heuer muss es strukturierter ablaufen.

Mitglieder der Bürgerinitiative

Soldaten verlassen Lorenzihof
Noch heute, Donnerstag, ziehen die Grenzsoldaten aus dem Lorenzihof aus, machen für die Flüchtlinge Platz. „Unsere 90 Männer weichen ins Gasthaus Cap Wörth in Velden aus“, sagt Kärntens Presseoffizier Christoph Hofmeister.

Elisa Aschbacher
Elisa Aschbacher
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