Für die "Light-Version" des Gratis-Kindergartens hat Grossmann ordentliche Detsch'n abgefangen. Nicht nur von der Opposition, sondern besonders heftig aus den eigenen Reihen: Rote Frauenverbände und die Volkshilfe liefen Sturm. Wer wird jetzt der Nächste sein, der aus dem "Schanzgraben" - was für eine namentliche Fügung, der führt ja unmittelbar an der Grazer Burg vorbei - gejagt wird?
Die gewöhnlich gut informierten Kreise setzen nach der politischen Farbenlehre - Grossmann rot - jetzt auf einen Schwarzen: Hermann Schützenhöfer und seine Sorgen mit dem Personal. Denn gerade bei den Mitarbeitern - legt man das geforderte 25-Prozent-Sparziel drüber - kann sich's nicht ausgehen. Ein Viertel vom Gehalt oder den Zulagen streichen, das gäbe Revolution! Die Zahlen: 7.000 Mitarbeiter hat das Land, weitere 17.000 sind über die Spitalsgesellschaft ausgelagert. Eine ordentliche Dimension, das größte Unternehmen der Steiermark…
Wo könnte nun der Personalreferent, also Schützenhöfer ansetzen?
Klingt gut, wird aber so sicher nicht gespielt. Als diese Maßnahmen als Eventualitäten diskret an die Öffentlichkeit gespielt wurden, war der Reflex da. "Denkunmöglich", heulten die Betriebsräte nach einer Schrecksekunde auf. Gerhard Hammer hat überhaupt Klartext gesprochen: Sollte das alles so bleiben, würden sämtliche gewerkschaftliche Maßnahmen ergriffen, zog er im "Grazer" die Kampffahne auf. Das Sämtliche beinhaltet wohl sämtliches: Vom Dienst nach Vorschrift bis zum Streik.
Alsdann, auf den Personallandesrat kommen unangenehme Zeiten zu. Denn in den Köpfen ist das Florianiprinzip betoniert, das da lautet: "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd's andere an..."
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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