27.08.2021 16:00 |

Für den Klimaschutz

Neuer Verein will Schutz des Isel-Flusssystems

Mit „Osttirol Natur“ (ON) setzt sich ein neuer Naturschutzverein für den Erhalt von Natur- und Schutzgebieten ein. Hauptaugenmerk liegt auf dem Klimawandel und dem Artensterben, auch die Asphaltierung von Radwegen wird kritisiert. Man will ökologisch verträgliche Lösungen finden. Die Obfrau ist keine Unbekannte.

„Wir haben den Verein gegründet, da wir der Überzeugung sind, dass es nur mit ökologisch nachhaltigen Lösungen möglich sein wird, die großen Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen“, erklärte dazu am Donnerstag Obfrau Renate Hölzl. Dabei geht es vor allem um den Klimawandel und das massive Artensterben.

Hölzl ist, was Umweltschutz angeht, keine Unbekannte. Mitte Juni war sie als Initiatorin der Gemeinschaft „Schlossmoar-Idyll statt Parkplatz“ für den Erhalt der Grünfläche am Hochsteinparkplatz eingetreten – damals noch als Obfrau im „Verein Erholungslandschaft Osttirol“. Kurze Zeit später legte sie ihr Amt – nach einstimmiger Aufforderung des Vorstandes – nieder. Jetzt will sie mit ihrem neuen Verein ihre Ziele verfolgen und sieht ON als Aufklärer bei ökologisch fragwürdigen Projekten. Zudem will man gemeinsam mit der Wissenschaft Lösungen finden.

Kritik an Wasserkraft
Ein Dorn im Auge ist dem Verein der Ausbau der Wasserkraft in Osttirol oder der Bau von asphaltierten Radwegen in Natur- und Schutzgebieten. „Aktuelles Beispiel wäre die Asphaltierung des Uferweges zwischen St. Johann und Huben, durch den nicht nur viel an natürlichen Strukturen, sondern auch der Iseltrail in diesem Bereich zerstört werden würde“, so Hölzl. Man sehe darin keine zielführenden Lösungen. Stattdessen brauche es Maßnahmen, „wo Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen“.

Zitat Icon

Aktuelles Beispiel wäre die Asphaltierung des Uferweges zwischen St. Johann und Huben, durch den nicht nur viel an natürlichen Strukturen, sondern auch der Iseltrail in diesem Bereich zerstört werden würde.

Renate Hölzl

Ziele sind klar definiert
Die Schwerpunkte des Vereins liegen auf dem Schutz des Gletscherfluss-Systems Isel, der Förderung klimafreundlicher Verkehrskonzepte und der Erhaltung von ökologisch wertvoller Natur- und Kulturlandschaft. Dazu sagt die Obfrau des neuen Vereins: „Gemeinsam wird es uns gelingen, neue Wege zu einem Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur zu finden.“

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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