Eigentlich hätte es die große Revanche für die Sonntagspartie in Kagran werden sollen - eigentlich. In der Realität war dieses Grazer Vorhaben schon vor der ersten Pausensirene beendet. Die Wiener zeigten sich vor 2.350 Zuschauern nämlich richtig "schmähbefreit".
Drei Chancen, drei Tore
Zuerst überraschte Benoit Gratton Fabian Weinhandl zum 1:0 (3.) - in Minute acht erhöhte der Caps-Kapitän im Powerplay auf 2:0 und kurz vor Drittelende stellte Dolezal nach schöner Rotter-Vorarbeit auf 3:0. Drei Torchancen, drei Tore. Das nennt man Klasse.
Klasse, mit der vor allem die Legionäre der 99ers einfach nicht mitkamen. Am Deutlichsten war das wieder im Powerplay. Im ersten Drittel schauten in drei Überzahlspielen genau drei Torschüsse (Tremblay Latte) heraus.
Im zweiten Abschnitt kam dann auch Pech mit den Pfeifenmännern dazu. Zuerst übersah Referee Dremelj einen Stockschlag an Patrick Harand, im Gegenzug musste Tremblay fürs gleiche Vergehen raus - Pinter traf zum 4:0 für die Wiener (30.). Spielentscheidend war das natürlich sicher nicht, auch wenn Darcy Werenka sechs Minuten später das 1:4 gelang.
Kein Tor in Zweiminuten-Überzahl
Der Unterschied war am Dienstag einfach die Qualität. Augenscheinlich wurde das im Schlussdrittel - als den 99ers in einer fast zweiminütigen 5:3-Überzahl kein Tor gelang. Im Grunddurchgang schlimm, in den Play-offs eben das "Todesurteil". Der Aufstieg ist freilich noch immer möglich, nach der Leistung fehlt aber der Glaube...
von Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"
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