13.08.2021 17:00 |

Römerstadt Aguntum

Einmalige Funde bei Grabungen in Osttirol

Alle Jahre wieder begibt sich ein Grabungsteam der Uni Innsbruck mehrere Wochen in der alten Römerstadt Aguntum in Dölsach auf Suche nach verborgenen Schätzen. Heuer sorgten zwei freigelegte Wasserbecken und ein 52 n. Chr. erbautes Gemäuer für Staunen. Neu ausrichten will sich der Verein „Curatorium pro Agunto“.

Das Handwerkerviertel, ein Wohn und Handwerksbereich der einfachen Bevölkerung und das Forum, der große Marktplatz, waren auch heuer Schauplatz der siebenwöchigen Grabungen. Im Gegensatz zum Vorjahr blieben Funde von Münzen oder Keramik fast gänzlich aus. Grabungsleiter Martin Auer und seinem Team gelang dennoch ein archäologischer Sensationsfund: „Die große Überraschung war, dass wir unterhalb des Forums eine noch ältere Bauphase gefunden haben. Das ist ein großes Gebäude, das wir aber noch nicht in seinem vollen Ausmaß kennen.“

Er geht davon aus, dass es sich um den größten Bau handelt, der vor der Verleihung des Stadtrechts im Jahr 52 n. Chr. errichtet wurde. Zudem entdeckte man zwei Wasserbecken. Das größere ist 7 mal 7 Meter groß und rund zwei Meter tief. Auer vermutet, dass bislang erst rund zehn Prozent der alten Römerstadt entdeckt worden sind.

Verein geht neue Wege
Bei „Curatorium pro Agunto“, dem Verein, der das Museum betreibt, setzt man künftig vermehrt auf ein Konzept mit digitalen Medien. Zudem wolle man die Neuaufstellung des gesamten Museums vorbereiten. „Das bedeutet, dass wir die Ausstellung im Museum und gleichzeitig die Vermittlungsarbeit von Aguntum forcieren“, erklärt dazu Geschäftsführer Manfred Hainzl.

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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