12.08.2021 08:00 |

FFP2, Ausreisetests

Verschärfte Maßnahmen im Corona-Hotspot Osttirol

Mit weit über 200 aktiv Positiven weist der Tiroler Bezirk Lienz derzeit mehr als doppelt so viele Infizierte auf wie etwa die Stadt Innsbruck. Deshalb gilt im Handel seit Mittwoch wieder FFP2-Maskenpflicht. Außerdem müssen Events behördlich gemeldet werden und dürfen eine Teilnehmerzahl von 100 nicht überschreiten. Auch hier sind FFP2-Masken verpflichtend. In zwei „Hochinzidenzgemeinden“ gilt eine Ausreisetestpflicht. Die Bürgermeister akzeptieren die Situation.

Mit vier Corona-Patienten auf der Normal- und zwei auf der Intensivstation (Stand Mittwoch) sei die Lage im Bezirkskrankenhaus Lienz derzeit zwar relativ stabil, dennoch nehme der Corona-Einsatzstab die Situation in Osttirol jetzt zum Anlass, „künftige Auswirkungen auf das Gesundheitssystem zu vermeiden“.

Tests beim Ausreisen
Schärfer sind die Maßnahmen in Innervillgraten und Oberlienz. Mit einer Inzidenz von 1205 sowie 685 liegt man deutlich über dem Durchschnitt. Seit Mittwoch gilt hier eine Ausreisetestpflicht. Davon ausgenommen sind Vollimmunisierte (zwei Impfungen) und Genesene mit zumindest einer Teilimpfung. „Es ist noch nicht so lange her, da hat man sich immer testen lassen müssen. Jetzt kommt halt der Bus und führt die Tests durch“, akzeptiert Innervillgratens Bürgermeister Josef Lusser die Lage. Auch in Oberlienz nimmt man die Maßnahmen hin.

Neben den Ausreisetests gibt es auch strengere Vorschriften bei Veranstaltungen. Die Teilnehmerzahl ist in den nächsten zwei Wochen in diesen zwei Orten auf 50 begrenzt. „Wir hätten in diesem Zeitraum eine Prozession angedacht, diese ist noch in der Schwebe. Den Frühschoppen danach mussten wir absagen. Da sind schnell die 50 Leute erreicht“, erklärt der Oberlienzer BM Markus Stotter.

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Mir wurde mitgeteilt, dass die Maßnahmen für die Gemeinde nicht zwei Wochen dauern müssen. Wenn sich die Zahlen ändern, können sie schon früher aufgehoben, jedoch auch verlängert werden.

Josef Lusser, Bürgermeister der Gemeinde Innervillgraten

Ende früher möglich
In beiden Gemeinden stellt das Land PCR-Testmöglichkeiten zur Verfügung. Diese stehen von 6 bis 10 und 16 bis 19 Uhr bereit. Die Testpflicht gilt vorerst bis 24. August. „Mir wurde mitgeteilt, dass die Maßnahmen für die Gemeinde nicht zwei Wochen dauern müssen. Wenn sich die Zahlen ändern, können sie schon früher aufgehoben, jedoch auch verlängert werden“, sagt Lusser.

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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