Die Zahl der Verkehrstoten sinkt seit 2001 mit 115 Opfern ständig und erreichte im Vorjahr den Tiefstand mit 39 Getöteten. Ebenfalls 2001 wurde mit 6.021 Verletzten bei 4.572 Unfällen ein trauriger Höhepunkt erreicht, ehe sich diese Zahlen auf Talfahrt begaben.
Viele Unfallopfer überleben schwer verletzt
Besonders markant ist der Rückgang der Verletzten. Dennoch ist der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), der für die "Tiroler Krone" das Unfallgeschehen analysiert hat, nicht ganz zufrieden. VCÖ-Pressesprecher Christian Gratzer: "Die Zahl der Verkehrstoten gegenüber dem Jahr 2000 ist im Vorjahr erfreulich um 62,5 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten ist jedoch um nur 22 Prozent und die Zahl der Unfälle um rund 20 Prozent gesunken. Der Rückgang bei den tödlich Verunglückten war damit drei Mal so hoch wie bei den Unfällen. Das ist auch auf die deutlich verbesserte Notfall-Medizin zurückzuführen. Unfallopfer, die früher ums Leben gekommen sind, überleben heute schwer verletzt. Auch der Pkw-Insassen-Schutz hat sich verbessert, Airbags gehören heute zum Standard."
"Öfter Tempo 30 im Ortsgebiet"
Gratzer zieht daraus den Schluss, dass in den kommenden Jahren noch mehr Augenmerk auf die Unfallvermeidung gelegt werden muss: "Vorrang sollen jene Maßnahmen bekommen, die Unfälle verhindern. Dazu zählen Verbesserungen bei Tempolimits – öfter Tempo 30 im Ortsgebiet, auf Freilandstraßen sollte österreichweit Tempo 80 eingeführt werden. Gerade Tirol hat ausgezeichnete Erfahrungen mit Tempo 80 auf Freilandstraßen gemacht. Im Jahr 1993 ging nach Einführung von Tempo 80 im Freiland sowohl die Zahl der Unfälle, der Verletzten und auch der Verkehrstoten deutlich zurück."
von Günther Krauthackl, "Tiroler Krone"









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