Impfung als Hoffnung

Fast 9000 Corona-Patienten in NÖ-Kliniken versorgt

Fast 9000 Covid-Patienten mussten seit dem Beginn der Pandemie in den NÖ-Kliniken versorgt werden. Nur durch eine hohe Durchimpfungsrate kann vermieden werden, dass die Auslastung durch die Delta-Variante im Herbst wieder ansteigt.

Die Infektionszahlen steigen (46), die Maßnahmen in der Nachtgastronomie werden wieder verschärft, und das Frequency-Festival wurde - wie berichtet - aus Sicherheitsgründen sogar gleich abgesagt. „Die rasche Ausbreitung der Delta-Variante macht die aktuelle Situation zu einem Blindflug“, analysieren die Experten.

Zumindest die Lösung des Problems liegt aber auch auf der Hand. „Nur die Impfung schützt die Menschen vor der Krankheit und die Spitäler vor einer Überlastung“, weiß der für die Kliniken zuständige Landesvize Stephan Pernkopf. Aktuell werden zwar lediglich zwölf Patienten auf Normal- und weitere neun auf Intensivstationen behandelt. Ein kurzer Blick zurück zeigt jetzt aber, wie schnell sich diese Zahlen auch wieder verändern können. Seit dem Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren wurden knapp 9000 Patienten in den Spitälern versorgt - die meisten davon in den Kliniken in Wiener Neustadt, Mödling und St. Pölten (siehe Grafik).

Patienten lagen bis zu einen Monat im Spital
Hoch fällt indes auch die durchschnittliche Verweildauer der Patienten in den Kliniken aus. Mehr als zwei Wochen lang mussten Erkrankte durchschnittlich im Spital behandelt werden. Fast doppelt so lange wurden Patienten, die auf den Intensivstationen (IMCI/ICU) behandelt wurden, versorgt. Wie heimtückisch die verschiedenen Varianten des Virus waren und sind, belegt indes auch ein Blick auf die Altersverteilung der Patienten. 

Zwar mussten Pensionisten im Alter von 80 bis 89 Jahren am häufigsten auf Normalstationen versorgt werden. Personen derselben Altersgruppe wurden aber fast genauso häufig intensivmedizinisch betreut wie die Landsleute in der Altersgruppe von 50 bis 59 und deutlich seltener als die Altersgruppen von 70 bis 79 und 60 bis 69 Jahren.

Die große Hoffnung der Experten ruht daher auf den Impfungen. „Es kommt auf uns alle an, nicht nur auf vermeintliche Risikogruppen. Jeder von uns, egal, ob jung oder alt, kann rasch ein Intensivbett benötigen“, warnt Pernkopf.

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Freitag, 24. September 2021
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