Schummel passé

Neuanfang nach Eierskandal in der Oststeiermark

Steiermark
16.02.2011 16:01
Eine Riesensauerei ist im Sommer 2010 ans Tageslicht gekommen: Ein oststeirischer Eierhandelsbetrieb verkaufte Billigware aus Polen und Ungarn als hochwertige Steirer-Eier. Nun wagen die unschuldig in den Skandal verwickelten Bauern einen Neustart - mit weitaus schärferen Qualitätskontrollen.

In der Causa "Schummel-Eier" hatte der frühere Obmann der betroffenen Firma mehrere 100.000 ausländische Eier umettiketiert und als steirische Produkte an drei große Handelsketten verkauft. Sowohl er als auch der Vorstand wurden kürzlich zu bedingten Haft- und Geldstrafen wegen Täuschung verurteilt.

Neuer Auftritt unter der Marke "Hügelland-Eier"
Die Firma ist seitdem Geschichte, übrig blieben 25 Landwirte aus der Region, allesamt Familienbetriebe, die unschuldig zum Handkuss kamen. Für die tritt jetzt die Agrarunion Südost mit Sitz in Feldbach als starker Vermarktungspartner in Erscheinung: "Für uns war rasch klar, dass wir die Bauern nicht hängen lassen können. Unter der Marke 'Hügelland-Eier' haben wir an einem neuen Auftritt gearbeitet. Jetzt kann's losgehen, wobei auf die lückenlose Rückverfolgbarkeit natürlich besonders viel Wert gelegt wurde", sagt Agrarunion-Chef Peter Kaufmann.

Die wichtigste Neuerung: Eine Eier-Datenbank wurde installiert. "Durch die tägliche Mengeneingabe kann der Weg jedes Eis bis zum Bauernhof zurückverfolgt werden", weiß Kaufmann. Ein Grund, wieso es für die neue Marke übrigens auch wieder das AMA-Gütesiegel gibt. Nun braucht's nur noch das Vertrauen der Konsumenten.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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