Die politische Mauer, die muss also Frau Vollath bauen, graue Eminenz hinter dem Zukunftsbudget ist aber ein anderer. Ludwig ik, Herr der Zahlen, Landes-Finanzdirektor, Taktiker und Fuchs. Fachlich wie politisch.
Fünf bis zehn Prozent des Sparziels erreicht
Gelernt hat er sein G'schäft beim legendären Landesrat Christoph Klauser, nach Ausflügen, etwa in den Hypobank-Vorstand, ist er wieder in den Schoß des Landes zurückgekehrt. Sicherlich nicht zu dessen Nachteil. Wie auch immer, aus dem Umfeld der Politik war deutlich zu vernehmen, dass nach dieser desaströsen Runde Asche (zum Über-das-Haupt-streuen) rar wurde. Denn im Höchstfall fünf bis zehn Prozent des Sparziels seien erreicht worden. Erdnusserl halt...
Dazu nur ein Beispiel: Aufnahmestopp, Gehalts-Nulllohnrunde, Aus für Zulagen und Nebengebühren beim Landespersonal hätten in vier (!!!) Jahren 30 bis 35 Millionen gebracht. Bei der Spitalsgesellschaft in etwa das doppelte, bis zu 70 Millionen. Viel Geld zwar, aber halt kilometerweit vom Ziel entfernt. Und so habe es sich durch alle Ressorts gezogen.
Zumutbare Wahrheit
Zum Schluss und zum Thema: Die Lamenti der Politik - die böse Presse mutmaße ständig nur herum und würde so die Menschen verunsichern - schreien geradezu nach einem (kritischen) Kurzkommentar. Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, hat Ingeborg Bachmann, die große Schriftstellerin, verfasst. Dem ist nix hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass die Leut in diesem Land nicht ganz deppert sind, man ihnen auch sagen könnte, was auf sie zukommt.
Zu glauben, mit dem fertig geschnürten und auf den Tisch geknallten Packerl sei Ende der Diskussion, das wird so sicher nicht gespielt, da geht das Gezeter dann erst richtig los...
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"









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