Bei Firmen-Kontrolle

Schlag gegen Schwarzarbeit im Bezirk Leoben

Steiermark
10.02.2011 14:55
Ein Schlag gegen die organisierte Schwarzarbeit ist Finanzfahndern im Bezirk Leoben gelungen. Bei der Kontrolle einer Firma, die Werbemittel verteilt, wurden bei 18 Beschäftigten eine Reihe von Verstößen festgestellt. Das "schwarze Schaf" in dieser Branche muss nun mit einer Strafe von etwa 20.000 Euro rechnen.

Es war eine anonyme Anzeige, durch die Ende Jänner das für die Bezirke Bruck, Leoben und Mürzzuschlag zuständige Finanzamt dieser Firma auf die Spur kam. Bei der Überprüfung stellte sich dann heraus, dass drei Ausländer - ein Armenier, ein Pakistani und ein Serbe - illegal beschäftigt waren.

Reihe von Beanstandungen
Bei 15 heimischen Arbeitskräften gab es ebenfalls eine Reihe von Beanstandungen. Einige bezogen Arbeitslosengeld, obwohl sie ja nicht arbeitslos waren. Andere wieder waren als Vollzeitbeschäftigte nur als "geringfügig" angemeldet. Und dann gab es noch Angestellte "in Probeverwendung", die gar nicht angemeldet waren. Daher bleibt es nicht nur bei der Finanzstrafe, es müssen auch die Lohnsteuer und die Sozialversicherung nachgezahlt werden. Dazu kommen noch Forderungen vom Arbeitsmarktservice.

Nach diesem nächtlichen Einsatz wurden auch noch 15 Firmen, die Schneeräumungsdienste anbieten, von der Finanzpolizei kontrolliert - dabei wurden gleich 14 Übertretungen nach dem Ausländerbeschäftigungs- und Sozialversicherungsgesetz festgestellt.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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