25 Überschreitungstage erlaubt der österreichische Gesetzgeber, 35 die EU. Letztere droht bekanntlich mit hohen Strafzahlungen, sollten bis Juni keine konkreten, nachhaltigen Maßnahmen auf dem Tisch liegen. Pro zusätzlichem Überschreitungstag könnten da bis zu 400.000 Euro fällig werden.
Im Mai will Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) einen konkreten Maßnahmenkatalog vorlegen. Die Stoßrichtung: Ausbau der Fernwärme, Umrüstung alter Kohlekessel, Attraktivierung des Öffi-Verkehrs.
Schon 2010 extremer Anstieg
70 Überschreitungstage gab es 2010 in Graz-Don Bosco (plus 19 im Vergleich zu 2009), 62 in Leibnitz (plus 28). Die Zahl der Feinstaubtage ist 2010 also wieder gestiegen - und zwar gewaltig. Auch 2011 droht ein Anstieg, wurde der Grenzwert allein in Graz an den ersten 36 Tagen des Jahres ja schon 25-mal nicht eingehalten.
Studien belegen, dass der Feinstaub dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit hat, insbesondere auf die der Kinder. Laut Weltgesundheitsbehörde verursachen die Partikel in Österreich bis zu 2.400 Todesfälle. Das Umweltbundesamt spricht in einer Untersuchung aus dem Jahr 2006 von einer um 17 Monate verkürzten Lebenserwartung für Grazer. Ähnliches gilt wohl für Leibnitzer, Knittelfelder und alle anderen Feinstaubgeplagten.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"









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