Holding-Stützpunkt

700 Quadratmeter: Grazer Stadtpark wird vergrößert

Steiermark
15.06.2021 06:00

Der Grazer Stadtpark, die „grüne Lunge“ der Murmetropole, wird vergrößert. Der Stützpunkt der Grünraum-Abteilung der Holding wird unter die Erde verlegt - und somit an der Oberfläche neuer Grünraum geschaffen. Künftig wird es dort einen Infopoint mit einem Kiosk geben. 1,8 Millionen Euro werden investiert.

Der alte Holding-Stützpunkt bei der Passamtswiese war, auch wenn er hinter Hecken und Zäunen versteckt war, ein Schandfleck. Im Grazer Welterbe-Stadtplan war er als „Beeinträchtigung der visuellen Integrität“ ausgewiesen - eine schöne Umschreibung. Im Februar wurde das Gebäude abgerissen.

Die Idee, den Stützpunkt unter die Erde zu verlegen, hatte ausgerechnet Martin Bukovski, der Leiter des Hochbaureferats des Stadtbaudirektion. Die Umsetzung war jedoch nicht ganz einfach - nicht nur, weil der Park den Grazern heilig, und damit jeder Eingriff eine sensible Angelegenheit ist. „Der Park steht unter Natur- und Denkmalschutz“, sagt Stadtbaudirektor Bertram Werle. Und auch die ASVK, die Grazer Altstadtkommission, hatte ein Wörtchen mitzureden.

Baustellen-Rundgang: Architekt Bernd Pürstl, Holding-Vorstandsdirektor Gert Heigl, Stadtbaudirektor Bertram Werle, Hochbaureferat-Leiter Martin Bukovski und Holding-Grünraum-Leiter Martin Nigitz (v. l.). (Bild: achtzigzehn/Hinterleitner)
Baustellen-Rundgang: Architekt Bernd Pürstl, Holding-Vorstandsdirektor Gert Heigl, Stadtbaudirektor Bertram Werle, Hochbaureferat-Leiter Martin Bukovski und Holding-Grünraum-Leiter Martin Nigitz (v. l.).

Um 700 Quadratmeter wird die Parkfläche vergrößert. Über dem unterirdischen Holding-Stützpunkt wird ein kleiner Holzbau errichtet. Dort sind eine Art Stadtpark-Museum, ein Kiosk und eine öffentliche WC-Anlage geplant.

„In einem Monat ist der Tiefbau fertig“, sagt Martin Nigitz, Grünraum-Chef der Holding Graz. Bis Ende November soll dann auch Gras über die Sache gewachsen sein. Im Zuge der Grabungen, die von Archäologen begleitet wurden, kamen interessante Dinge ans Tageslicht. Zum Beispiel eine Keramik-Pfeife aus dem 16. Jahrhundert. Und: In der Stadtmauer war ein bisher unbekanntes Loch, das, so wird vermutet, aus der Zeit des 2. Weltkriegs stammt.

So wird der neue Kletterturm aussehen. (Bild: Berliner Seifenfabrik)
So wird der neue Kletterturm aussehen.

Der angrenzende Kinderspielplatz wird im Zuge der Bauarbeiten auch umgebaut: Der alte Spielturm wird durch ein Klettergerüst mit einer Rutsche ersetzt. Der Verkehrsgarten bleibt bestehen, zumindest vorerst. Hier könnte der Stadtpark noch einmal vergrößert werden - die Fahrradprüfungen finden ja seit einiger Zeit beim ÖAMTC statt.

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