Gesundheitsmagazin

Spenden: Auch Sie könnten einmal Blut brauchen!

Pötzlich kommt man selbst oder ein lieber Mensch in die Situation, dass eine Blutspende benötigt wird. Etwa nach Unfall, Geburt oder für Patienten mit einer schweren Krankheit - in Österreich wird alle 90 Sekunden eine Konserve des „Lebenssaftes“ gebraucht. Das sind fast 1000 am Tag. „Würde man eine Umfrage machen, zweifelte wohl niemand daran, dass er Spenderblut erhalten würde, falls benötigt“, gibt Dr. Ursula Kreil, Leiterin der Blutspendezentrale des Roten Kreuzes in Wien, zu bedenken. „Doch sollte jeder sich die Frage stellen: Wer gibt mir dieses Blut? In Österreich lediglich 3,4 Prozent jener, die das dürften.“ Im Jahr 2020 waren das knapp 212.000 Menschen. Bitter nötig, denn selbst im „Corona-Jahr“ ging der Gebrauch nur kurzfristig zurück, insgesamt wurden lediglich um ein Prozent weniger Blutprodukte ausgeliefert als 2019.

Urlaubszeit ist eine Herausforderung
Das Rote Kreuz ist aber weiterhin auf der Suche nach jungen Freiwilligen, die dann auch ein Leben lang dabeibleiben. „Der nahende Sommer stellt wie jedes Jahr eine schwierige Zeit dar, weil viele nicht zu Hause sind, um Blut zu spenden. Aufgrund der nunmehrigen Lockerungen gehen wir davon aus, dass es noch mehr Menschen in den Urlaub zieht. Gleichzeitig werden Operationen nachgeholt. Die Lagerstände in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sind sehr niedrig“, sorgt sich Kreil. „Wir müssen diese dringend füllen, denn gerade jetzt benötigen Spitäler vermehrt Blut. Aber eine Konserve ist nur 42 Tage lang haltbar - wir brauchen stetig neue.“

Einer, der bereits seit acht Jahren regelmäßig „sein Bestes gibt“, ist Dr. Fabio Baumgartner aus Wien. Bei dem 26-Jährigen liegt die soziale Ader in der Familie, denn auch Schwester und Vater gehen regelmäßig zur Spende. „Ich bin selber Turnusarzt und weiß, wie schnell ein Unfall passieren kann und man dann Blut braucht.“ Der engagierte junge Mann will auch andere motivieren, Blut zu spenden: „Es ist ein leichter Schritt, überall ist alles professionell organisiert. Mit dieser einfachen Tat kann man Leben retten.“

Auch in der Pandemie sicher zur Abnahme
Spendeaktionen in Schule, Uni oder Spezialbussen sind derzeit noch gestrichen. Geht man in die Zentrale, kommen natürlich auch Abstand und Maske zum Einsatz, Mitarbeiter messen Fieber und befragen zu Symptomen. Es ist ein gutes Gefühl, zu helfen - das will auch Kreil möglichen Spendern näherbringen: „Wir schicken ein SMS, wenn das Blut ausgeliefert wurde, und auch in welches Spital. Das gibt ganz hohe Sicherheit, dass es dort ankommt, wo es soll.“

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