05.06.2021 06:00 |

HNO-Primar

„Es kann auch am Abstrich liegen“

Gerd Rasp, Primar für Hals- Nasen- und Ohrenkrankheiten im Landeskrankenhaus über die Positiv-Rate der Wohnzimmertests.

Herr Rasp, wie erklären Sie sich, dass es bei den Heimtest bislang keine positiven Fälle gibt?

Wenn die Fallzahlen in Salzburg wirklich so gering sind, dann ist das natürlich wunderbar. Aber es kann auch die Testmethodik und die Abstrichtechnik durch Laien eine Rolle spielen.

Sind die Heimtests als Testmethode sinnvoll?

Testen ist auf jeden Fall sinnvoller als nicht testen. Die Heimtests sind jedoch nicht optimal, nicht zuletzt, weil der Abstrich nicht von geschultem Personal durchgeführt wird. Meistens wird die Länge der Nase unterschätzt – und der Abstrich des Nasenbohrer-Tests deswegen einfach in den ersten Zentimetern der Nase gemacht. Sollte ein Mensch sehr viele Coronaviren im Körper haben, wird der Test trotzdem anschlagen. Aber es kann auch gut sein, dass der Test durch den Abstrich ein falsch-negatives Ergebnis anzeigt.

Marie Schulz
Marie Schulz
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