Schutz vor Mähwerk

Bambi-Rettung mithilfe von Drohnen

Tirol
03.06.2021 06:05

Jäger als Kitzretter! Zum Schutz der Bambis nutzen Waidmänner immer öfter „Adleraugen“ von Drohnen. Die jüngste Erfolgsmeldung: In Tirol konnten binnen zwei Tagen insgesamt zwölf Jungtiere gesichtet und geborgen werden. Österreichweit fallen jährlich rund 25.000 Rehbabys den „Mähwerk-Zähnen“ zum Opfer.

Zum Schutz werden frisch gesetzte Rehkitze von ihren Müttern jetzt überall im hohen Gras abgelegt. Vor Füchsen sind sie dort gut geschützt - nicht aber vor den scharfen Zähnen der Mähmaschinen. Denn für die Bauern ist es praktisch unmöglich, die Tierbabys rechtzeitig zu entdecken.

Jäger Anton Krieg steuerte die Drohne. (Bild: Stadt Schwaz)
Jäger Anton Krieg steuerte die Drohne.

„Wollen Beitrag für den Schutz von Wildtieren leisten“
Doch jetzt schreiten die heimischen Waidmänner zur guten Öko-Tat. Bürgermeister Hans Lintner aus Schwaz in Tirol hat deshalb keine Minute gezögert, als die örtlichen Jagdpächter mit der Bitte um Finanzierung einer Drohne auf ihn zukamen. „Wir alle wollen hier einen Beitrag für den Schutz von Wildtieren leisten“, versichert Lintner, der gleichzeitig auch den Landwirten helfen wollte: „Die haben genauso Interesse daran, den Tod oder auch schreckliche Verletzungen von Rehkitzen zu verhindern.“

Dieser „Adlerauge“ hilft den Rehkitzen. (Bild: Stadt Schwaz)
Dieser „Adlerauge“ hilft den Rehkitzen.

Die gefundenen kleinen Vierbeiner wurden in Obstkisten vom Feld gebracht und nach der Mahd wieder am selben Ort ausgesetzt, damit sie zu ihren Mamas zurückkehren können. Ein Anruf beim Waldaufseher der Stadt genügte - und die „Adleraugen“ schwebten kostenlos über die Felder!

Kronen Zeitung

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