Hoher Schuldenberg

Sozialkosten fressen Budgets der Gemeinden auf

Steiermark
25.01.2011 08:55
Die steirischen Orte sitzen auf einem gewaltigen Schuldenberg - das enthüllt der neue Gemeindefinanzbericht 2010. Zwar hat sich die Finanzlage leicht entspannt, von Entwarnung kann aber keinesfalls die Rede sein. "Die explodierenden Sozialkosten machen allen zu schaffen", ist der Gemeindebund-Präsident alarmiert.

Der nun veröffentlichte Finanzbericht 2010 beleuchtet die Budgetlage in allen 542 steirischen Gemeinden und zeigt auf, wofür wie viel Geld ausgegeben wird. Man registriert zwar eine leichte Entspannung an der "Schuldenfront",  von einer Trendumkehr in Richtung schwarzer Zahlen kann aber bei weitem keine Rede sein.

Dass sich die durchschnittliche Verschuldung um 2,8 Prozent auf 1.664 Euro pro Kopf verringert hat, ist vor allem der Stadt Graz und den 5.001- bis 10.000-Einwohner-Orten zu verdanken: Hier hat die Budgetkonsolidierung offensichtlich erste Erfolge gezeitigt.

Ausgaben explodiert
In den meisten Kommunen türmen sich aber weiterhin hohe Schuldenberge (besonders arg ist's in der Kategorie 10.000 bis 20.000 Bewohner), die Ausgaben sind geradezu explodiert. Hauptschuld daran sind zum einen der Einwohnerschwund, zum anderen die hohen Sozialkosten. "Selbst dort, wo viel Zuzug herrscht, fressen sie alles wieder auf", ist Erwin Dirnberger, der Präsident des steirischen Gemeindebundes, im Gespräch mit der "Krone" alarmiert.

Zudem habe die Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen. Wie sich 2011 entwickeln werde, könne man noch nicht abschätzen, "es hängt alles davon ab, ob sich die Wirtschaft voll erholt." Man müsse jetzt einmal die Haushalte genau durchforsten. 

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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